Weihnachts-Aktionen sollen laufen

Kaufmännischer Verein Frankenberg startet nach Corona-Beschränkungen wieder durch

Sie leiten den Kaufmännischen Verein Frankenberg: (von links) Sabine Newton (Schriftführerin), Dr. Johannes Benner (2. stellvertretender Vorsitzender), Eva Mandel (Rechnungsführerin), Wilhelm Finger (stellvertretender Vorsitzender) und Vorsitzender André Kreisz.
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Sie leiten den Kaufmännischen Verein Frankenberg: (von links) Sabine Newton (Schriftführerin), Dr. Johannes Benner (2. stellvertretender Vorsitzender), Eva Mandel (Rechnungsführerin), Wilhelm Finger (stellvertretender Vorsitzender) und Vorsitzender André Kreisz.

Ein Midnight-Shopping an Halloween mit tausenden verkleideten Gestalten unter Coronabedingungen zu veranstalten, das ist dem Kaufmännischen Verein Frankenberg (KVF) noch zu riskant. Aber den Weihnachtsmarkt in der Fußgängerzone und der Adventsmarkt im Klostergarten wollen die Kaufleute ausrichten. Das teilte Vorsitzender André Kreisz am Donnerstagabend in der Jahreshauptversammlung mit.

Frankenberg – Der Weihnachtsmarkt in der Fußgängerzone soll am Wochenende 27./28. November stattfinden, der Adventsmarkt im Klostergarten des Landratsamtes am 11. und 12. Dezember. Das Herbstfest Ende September habe gezeigt, dass die Kaufleute solche Großveranstaltungen unter Coronabedingungen stemmen könnten, sagt Kreisz.

Einzelhandel und Gastronomie hätten unter den Lockdowns und weiteren Einschränkungen erheblich gelitten. Während es der Gastronomie zumindest gelungen sei, in der Öffentlichkeit auf ihre Situation aufmerksam zu machen, seien die Probleme des Einzelhandels zu wenig beachtet worden, sagte Kreisz. „Aber wir wollen nicht zurückblicken, sondern nach vorne“, betonte er und lud die Mitglieder dazu ein, „mit Vollgas“ die Aktionen der Zukunft zu gestalten und mitzuwirken, Frankenberg als Einkaufsstadt und Ziel für Touristen noch attraktiver zu machen.

Ein Ansatzpunkt ist dabei das neue Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“ des Landes Hessen, in das Frankenberg als eine von drei Kommunen im Landkreis aufgenommen wurde und in den nächsten drei Jahren Fördermittel von insgesamt 250 000 Euro erhalten wird (HNA berichtete). Ziel des Programms ist es, Anreize für einen Innenstadtbesuch zu schaffen, die Stadt wieder mit Leben zu füllen und sie langfristig erlebenswert zu machen.

Dazu möchte der KVF mit eigenen Aktionen beitragen und für seine Projekte möglichst viel vom Förderkuchen abbekommen. Nun gelte es laut Kreisz, konkrete Konzepte zu entwickeln mit einen Kosten- und Umsetzungsplan, um an die Fördergelder zu kommen.

Einige Ideen des Vorstands stellte er in der Versammlung vor: Die Anschaffung von LED-Strahlern, mit denen man zum Beispiel an Halloween die Fassaden in der Fußgängerzone in gruseliges Licht tauchen könnte. Bei Stadtfesten könnte die Fußgängerzone mit Motiv-Girlanden geschmückt werden. Beschallung und schönere Beleuchtung für die Weihnachtsbuden ist ein weiterer Vorschlag.

Kreisz machte deutlich, dass die Förderung des Tourismus ein wichtiges Ziel sein müsse. Dazu brauche es ausreichend gastronomisches Angebot. „Denn die Leute kommen viel öfter mal in die Stadt, um einen Kaffee zu trinken, als sich eine Hose zu kaufen“, sagte er. Ganz wichtig sei zudem, die Aktionen der Kaufleute in den Sozialen Medien stärker darzustellen.

Kreis nannte auch die Anschaffung von Lkw-Sperren, mit denen Besucher von größeren Veranstaltungen vor Angriffen geschützt werden müssen. „Beim Herbststadtfest haben wir Betonkübel und Fahrzeuge genutzt“, berichtete Kreisz. Das sei aber keine attraktive Lösung gewesen. Er sehe bei diesen Schutzmaßnahmen eigentlich vor allem die Stadt in der Pflicht.

Zusätzlich zum Aktionsbeirat des Vereins (Artikel rechts), der für die Umsetzung der Veranstaltungen zuständig ist, sollen drei Projektgruppen gegründet werden – für die Bereiche Touristik/Gastronomie, Kommunikation und Aktions-Update. „In diesen zeitlichen befristeten Projektgruppen kann jeder mitmachen, nicht nur Mitglieder“, betonte Kreisz. Spontan meldet sich Thomas Langenstedt, seit kurzem für Marketing und Vertrieb unter anderem im Hotel Die Sonne zuständig.

Das haben die Kaufleute vor

Der Kaufmännische Verein Frankenberg plant folgende Aktionen und ist optimistisch, dass die Coronalage die Umsetzung zulasse.

Weihnachtsaktionen 2021:

Weihnachtsmarkt in der Fußgängerzone: 27./28. November, Adventsmarkt im Klostergarten des Landratsamtes am 11./12. Dezember. Auch die Aktion Weihnachtswunschbaum, bei der Kinder beschenkt werden, soll wieder stattfinden.

Aktivitäten 2022:

Streetfoot-Festival: am 2./3. April,

Maistadtfest: 7./8. Mai

Herbststadtfest: 24./25. September.

Halloween: Midnight-Shopping am 29. Oktober

Weihnachtsmarkt: 10./11. Dezember.

Außerdem wies Kaufleute-Vorsitzender Kreisz darauf hin, dass die Stadt Frankenberg Ende Juli eine Art mittelalterlichen Markt auf dem Burgberg veranstalten will.

Für die Stadt Frankenberg nahm Erster Stadtrat Willi Naumann an der Versammlung teil und ermutigte die Kaufleute, sich um Fördermittel in drei laufenden Förderprogrammen zu bemühen.

Vorstand bestätigt

Bei den Vorstandswahlen wurden einstimmig bestätigt: Vorsitzender André Kreisz, Stellvertreter Wilhelm Finger, 2. Stellvertreter Dr. Johannes Benner, Rechnungsführerin Eva Mandel. Sabine Newton löst Christian Achenbach als Schriftführerin ab.

Aktionsbeirat: Birgit Faupel, Margit Finger, Heike Fleck, Sonja Fleck, Markus Funk, Mirko Lissner, Iris Mitsch, Annette Oppenborn, Ute Schluckebier, Petra Schmalhorst und Ellen Wagner.

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