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Weihnachtsmarkt unterbrochen: Corona-Regeln wurden nicht eingehalten

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Von: Jörg Paulus

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Adventsmarkt am Marktplatz in Marburg. (Archivbild)
Adventsmarkt am Marktplatz in Marburg. (Archivbild) © Ina Peek/imago-images

Auf einem Weihnachtsmarkt in Hessen werden Abstände und Hygieneregeln nicht eingehalten. Der Weihnachtsmarkt wurde vorübergehend gestoppt.

Marburg - Die Stadt Marburg hatte den Weihnachtsmarkt in der Oberstadt am Freitag (26.11.2021) gegen 20 Uhr vorübergehend gestoppt, weil zu viele Menschen dort waren. Die Corona-Vorschriften hätten so nicht mehr eingehalten werden können, berichtete die Stadt.

Neben dem Weihnachtsmarkt läuft an den vier Adventswochenenden auch die Lichtkunstaktion „Marburg b(u)y night“, das habe viele Menschen angelockt. „Bis in den Abend verlief es gut. Dann wurde die Stadt zu voll, zu wenige haben sich an Abstand und Maskenpflicht gehalten, weswegen wir schließen mussten. Das waren die Auflagen, die mit Veranstaltern abgesprochen waren“, teilte die Stadtverwaltung auf Facebook mit.

Weihnachtsmarkt in Marburg abgebrochen: Abstand und Maskenpflicht nicht eingehalten

In den sozialen Netzwerken gab es auch Kritik daran, dass die Stadtverwaltung den Weihnachtsmarkt überhaupt genehmigt hatte. Draußen an der frischen Luft sei die Infektionsgefahr geringer, antwortete die Stadt auf Facebook darauf. „Deswegen haben wir uns entschieden, den Markt zu genehmigen - unter Auflagen wie Abstand und Maskenpflicht.“

Und weiter heißt es: „Die Veranstalter haben das Konzept sehr eng mit unserem Ordnungsamt und dem Gesundheitsamt des Landkreises abgestimmt. Es wurde monatelang sehr viel im Vorfeld geplant und organisiert. Auch die Kontrollen während des Weihnachtsmarktes. Deswegen haben wir auch sofort reagiert.“

Öffnungszeiten und Alkohol werden reduziert

Am Samstag (27.11.2021) war der Weihnachtsmarkt in der Oberstadt wieder geöffnet. „Wir bitten dringend alle Gäste, sich an die Regeln zu halten, damit der Weihnachtsmarkt sicher für alle stattfinden kann“, so die Stadt auf Facebook. Die Stadt und ein Security-Service kontrollieren, dass die Hygienemaßnahmen eingehalten werden.

Und nach einer Besprechung mit der Ordnungsbehörde und dem Landkreis hat die Stadt Marburg am Samstag entschieden, die Öffnungszeiten und den Alkoholverkauf beim Weihnachtsmarkt einzuschränken: „Denn nicht der Kauf von gebrannten Mandeln, Weihnachtsdekoration oder einer Bratwurst für die Kinder ist das Problem, sondern Situationen, in denen – insbesondere unter Alkoholeinfluss – Hygieneregeln nicht mehr beachtet werden.“

Das bedeutet: Die Stadt beschränkt ab sofort die Öffnungszeiten der Weihnachtsmärkte an der Elisabethkirche und in der Oberstadt. Sie werden vorerst nur noch bis 18 Uhr geöffnet haben, der Alkoholverkauf endet um 17 Uhr.

In Waldeck-Frankenberg hatte der Landkreis dazu aufgerufen, wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen auf Weihnachtsmärkte zu verzichten. (Jörg Paulus)

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