Reaktion auf Corona-Lage

Wieder Besuchsverbot in Krankenhäusern in Frankenberg und Korbach

Das Kreiskrankenhaus in Frankenberg.
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Das Kreiskrankenhaus in Frankenberg.

Wegen der starken Zunahme an Corona-Infektionen kehren das Kreiskrankenhaus in Frankenberg und das Stadtkrankenhaus in Korbach zu einem generellen Besuchsverbot zurück, das ab dem 1. Dezember gilt. 

Frankenberg/Korbach – Nach den Asklepios-Kliniken in Bad Wildungen haben jetzt auch das Kreiskrankenhaus in Frankenberg und das Stadtkrankenhaus in Korbach auf die weiter steigenden Corona-Infektionszahlen reagiert. In beiden Krankenhäusern gilt ab Mittwoch, 1. Dezember 2021, wieder ein Besuchsverbot.

Die 7-Tage-Inzidenz in Waldeck-Frankenberg war am Dienstag auf 271,5 gestiegen – das ist der höchste Wert in diesem Jahr. Wegen der gestiegenen Infektionszahlen galt in den Akut-Kliniken in Waldeck-Frankenberg seit dem 8. November die 2G-Regel.

Besuchsverbot im Kreiskrankenhaus Frankenberg

Margarete Janson, Geschäftsführerin im Kreiskrankenhaus, bittet um Verständnis bei Angehörigen und Patienten: „Was sich in den letzten Wochen bereits andeutete, ist nun leider nicht mehr zu umgehen. Die Viruslast in der Bevölkerung ist so hoch, dass wir auch mit 2G+ und Maskenpflicht die Sicherheit unserer Patienten und Mitarbeiter nicht mehr gewährleistet sehen.“

Wie beim letzten Besuchsverbot während der Corona-Pandemie können Ausnahmegenehmigungen nur vom behandelnden Arzt erteilt werden, wenn der Zustand eines Patienten kritisch ist oder eine Palliativsituation besteht, für Eltern Minderjähriger und amtliche Betreuungspersonen. Ein Sonderfall seien Väter, die weiterhin bei der Geburt dabei sein und im Familienzimmer übernachten dürfen. Wenn sie jedoch das Gebäude verlassen haben, können sie nicht wieder zurück auf die Station kommen.

Die Viruslast in der Bevölkerung ist so hoch, dass wir auch mit 2G+ und Maskenpflicht die Sicherheit unserer Patienten und Mitarbeiter nicht mehr gewährleistet sehen.“

Margarete Janson, Geschäftsführerin im Kreiskrankenhaus

Für die Angehörigen besteht die Möglichkeit, eine telefonische Basisauskunft durch die Pflege zu bekommen und während der regulären Dienstzeiten mit dem Arzt telefonisch Kontakt aufzunehmen. Hierzu kann ein Gesprächstermin vereinbart werden. Dringend benötigte Artikel, wie Wäsche, Pflegemittel für Patienten können an der Pforte abgegeben sowie benutzte Wäsche abgeholt werden.

Die Besuchsregelung gilt auch außerhalb des Gebäudes: Die Klinikleitung bittet die Patienten, sich nicht mit ihren Angehörigen vor der Klinik zu treffen.

Die Abläufe für ambulante Patienten in den Ambulanzen des Kreiskrankenhauses und im MVZ werden ebenfalls angepasst: „Bitte vereinbaren Sie in jedem Fall telefonisch einen Termin, auch für offene Sprechstunden.“

Begleitpersonen dürfen nur bei zwingender Notwendigkeit mit ins Gebäude. Diese können den Patienten zur Ambulanz bringen und dann möglichst im Außenbereich oder im Auto warten. Die Begleitperson kann auch telefonisch benachrichtigt werden, wenn der Patient wieder abgeholt werden kann.

Besuchsverbot im Stadtkrankenhaus Korbach

Auch im Stadtkrankenhaus Korbach gilt ab heute wieder ein allgemeines Besuchsverbot. „Auf Grund der zuletzt stark gestiegen Infektionen mussten wir uns zum Schutz der uns anvertrauten Patientinnen und Patienten, aber auch zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu durchringen“, sagt Geschäftsführer Sassan Pur. Selbstverständlich gebe es in dringenden Fällen Ausnahmen. Dazu gehört die Begleitung bei Geburten, Besuche von Angehörigen in Sterbeprozessen oder für gesetzliche Vertreter und Seelsorger.

Das Stadtkrankenhaus in Korbach.

Ärztlicher Leiter Dr. Arved-Winfried Schneider erklärt: „Es hat sich gezeigt, dass auch Geimpfte und Genesene das Virus übertragen können. Daher konnten wir an der 2G-Regelung für Besucher nicht mehr weiter festhalten.“ Für alle Besucher, die unter die Ausnahmeregelung fallen, gilt, dass ein aktueller negativer Test vorgelegt und im Haus eine FFP2-Maske getragen werden muss.

Pur: „Wir bitten die Angehörigen um Verständnis und Mithilfe, dass die Infektionszahlen nicht weiter steigen. Dazu helfen insbesondere Kontaktreduzierungen und eine Erhöhung der Impfquote.“ Deswegen werden ab heute im Medizinischen Versorgungszentrum durch Frau Dr. Schumacher Impfungen für Erstimpfungen, aber auch zum Boostern angeboten. red

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