Starkregen am 14. Juli 2021

Hochwasser im Frankenberger Land: Tausende Sandsäcke ausgelegt

Hochwasser Haubern
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Im Bereich „Insel“ in Haubern ist die Lengel über die Ufer getreten und hat mehrere Anwesen überschwemmt.

Nach starken Regenfällen gab es am Mittwoch, 14. Juli 2021, wieder Hochwasser in Waldeck-Frankenberg. Bäche wurden überflutet, das Wasser ist in Häuser und Scheunen gelaufen, Feuerwehren sind im Einsatz.

Waldeck-Frankenberg – Die ersten Meldungen von der Leitstelle aus Korbach kamen schon in der Nacht zu Mittwoch aus Wiesenfeld. „Wassermassen im Ort“, lautete die Alarmierung um 0.45 Uhr. Die Wehren aus Wiesenfeld und Burgwald pumpten Wasser aus fünf Kellern ab. In zwei Häusern stand es 80 Zentimenter hoch, teilte Gemeindebrandinspektor Francisco Ayora Escandell mit.

Nach andauerndem Starkregen folgten im Laufe des Mittwochs immer mehr Einsätze aus dem Raum Frankenberg: In Haubern trat der Lengelbach über die Ufer, überflutete Gärten und Wirtschaftsgebäude. In Röddenau verursachte der Goldbach Überschwemmungen. Auch im Stadtgebiet von Frankenau, vor allem in Altenlotheim, lief Wasser in mehrere Gebäude.

Frankenberg: Feuerwehr, THW, Stadt und DRK im Einsatz

In Frankenberg waren die Wehren aus der Kernstadt, aus Geismar, Haubern, Röddenau, Schreufa, Viermünden und Dörnholzhausen am Mittwoch an etwa 25 Stellen im Einsatz. Die rund 80 Feuerwehrleute wurden – insbesondere beim Auffüllen von Sandsäcken – von 16 Helfern des Technischen Hilfswerks und vom Betriebshof der Stadt unterstützt, informierte Stadtbrandinspektor Martin Trost. Die DRK-Bereitschaft Frankenberg sorgte für die Verpflegung der Helfer. Die Feuerwehr Battenberg stellte einen Gerätewagen Logistik zur Verfügung.

Hochwasser in Röddenau.

Die Frankenberger Feuerwehren gründeten eine Betriebsgruppe und koordinierten von der eignen Funkzentrale aus ihre Einsätze. Mit an die 5000 Sandsäcken versuchten die Helfer, Gebäude zu schützen. Sie pumpten Wasser aus Kellern und von überfluteten Straßen und reinigten Fahrbahnen von Schlamm. Am Nachmittag entspannte sich die Lage etwas. Die Wehren waren aber auf weitere Einsätze gefasst.

In einer ersten Stellungnahme sagte die Stadt Frankenberg zu den Überflutungen: „Der lang anhaltende Regen hat in den letzten Tagen leider auch Frankenberg, wie viele andere Kommunen, betroffen. Einer der Schwerpunkte lag am Mittwoch in Röddenau, auch Haubern war wieder betroffen. Dort ist der Hochwasserschutz für die Stadtverwaltung ein prioritäres Thema, wobei geeignete Maßnahmen aktuell aus Rechtsgründen noch nicht umgesetzt werden konnten.“  

Einsätze auch in Nordwaldeck und am Edersee

Rund 100 Feuerwehreinsätze gab es in Nordwaldeck. Die Arolser Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Am Nachmittag kam Unterstützung von der Feuerwehr Wolfhagen und einem Katastrophenschutzzug aus Borken. Ergiebige Regenfälle gab es auch im Raum Bad Wildungen und rund um den Edersee. Trotzdem blieben die Feuerwehren dort von größeren Einsätzen verschont. Aufräumarbeiten hatten die Trupps von Hessen-Mobil zu erledigen.

Erst vor zwei Wochen, am 29. Juni 2021, hatte es durch Starkregen und Hochwasser etliche Schäden im Frankenberger Land gegeben. Damals war vor allem der Ort Münchhausen start betroffen.

Aktuelle Bilder zum Hochwasser gibt es in unserer Bildergalerie.

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