500 Zuhörer bei Vortrag über Altersprobleme und "Rohrkrepierer"

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Rote Wurst als Geschenk: Bankvorstand Dieter Ohlsen (links) dankte Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen mit einer „Stracken“.

Frankenberg. Der Finanzwissenschaftler Professor Dr. Bernd Raffelhüschen nahm kein Blatt vor den Mund, in seinem bissig-humorvollen Vortrag über die Generationenbilanz, mit dem er auf Einladung der Frankenberger Bank vor knapp 500 Zuhörern „Nachhaltigkeitslücken" im Sicherungssystem aufzeigte.

„Wir haben ein Altersproblem vor uns - wenn sie hier oben stehen würden, würden sie es sehen“, rief er den „grau melierten“ im Publikum zu, um kurze Zeit später noch eins draufzusetzen: Vor allem beim Kinderkriegen seien die meisten Deutschen die „größten Rohrkrepierer“ in der Geschichte. „Sie haben es nicht gebracht“, warf er den Unter- 60-Jährigen vor. „Aber nehmen Sie das nicht persönlich.“

Der Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge an der Uni Freiburg - „rhetorisch sehr begabt“, wie Bankvorstand Dieter Ohlsen angekündigt hatte - sparte nicht an bissigen Kommentaren und schleuderte den Zuhörern seine Erkenntnisse über die Überalterung der Gesellschaft in atemberaubendem Tempo um die Ohren.

Seine rund 60-minütige „Vorlesung“ dreht sich um die „Statistik des Alterns und was man dagegen machen kann“ - „nix“, so die ernüchternde Erkenntnis des Professors. Altersarmut drohe zwar auf Grund der Basisrente keinem, aber die Sicherung des Lebensstandards werde zum Problem.

Was der Professor über Lebenserwartung, Zuwanderung und Rente sagt, lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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