HNA hat Ausflug begleitet

Alle auf ein Schiff: Seniorenclubs aus Frankenberg waren zusammen in Frankfurt

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Rundfahrt auf dem Main: (von links) Irene Noll, Brunhilde Bintriem, Edda Jonas

Mit vier Bussen und etwa 160 Teilnehmern war der DRK-Kreisverband Frankenberg am Dienstag in Frankfurt. HNA-Volontär Jens Döll hat sie begleitet.

Pünktlich um 7.55 Uhr fährt der Bus an der Haltestelle am Dorfgemeinschaftshaus in Haubern ab. Regine Frese vom Deutschen Roten Kreuz begrüßt die fünf zugestiegenen Fahrgäste. Vier von ihnen sind Rentner, einer bin ich, der HNA-Volontär. „Du drückst den Altersschnitt“, heißt es zur Begrüßung.

Auf dem Programm des Tagesausflugs mit vier Bussen nach Frankfurt stehen eine Flussschifffahrt auf dem Main und ein Besuch in der neuen Altstadt.

Kurzer Selfie vor der Abfahrt: Busfahrer  Volker Küster, HNA-Volo Jens Döll, Organisatorin Regine Frese

Ich persönlich freue mich, die Stadt, in der ich studierte und in deren Nähe ich aufgewachsen bin, wiederzusehen. Doch was bewegt die rund 160 Senioren, an der Tagesfahrt teilzunehmen? „Ich finde es schön, dass alles so gut organisiert ist“, sagt eine Teilnehmerin.

„Vielen Menschen gefällt der All-in-Service“, sagt Organisatorin Regine Frese. „Die Senioren werden abgeholt, das Tagesprogramm ist durchgeplant.“ Frese unterhält sich während der Fahrt mit den Gästen und bringt Getränke. Über Landstraße und Autobahn geht es der Mainmetropole entgegnen.

„Mal rauskommen“: Ursula Chalikias (links) und Renate Pilz freuen sich über den Ausblick. Sie sind zum ersten Mal bei einem DRK-Tagesausflug dabei.

Angekommen in Frankfurt, geht es auch schon aufs Schiff. Die „Wappen von Frankfurt“ ist ein Ausflugschiff mit Platz für 600 Gäste. „Wir sind allein auf dem Schiff“, sagt Frese. Es ist genug Platz für alle.

Sanft schaukelt das Boot über den Main. Noch spielt sich das Leben komplett unter Deck ab. Die Teilnehmer sitzen, nach Ortschaften geordnet, an den Tischen und warten auf das Mittagessen. Die ersten Handyfotos werden gemacht. Langsam bricht die Sitzordnung auf, alte Bekannte und Freunde kommen ins Gespräch.

Es geht um Familie, Ausflüge, Urlaube, Krankheiten und um den Verlust geliebter Menschen. Immer mehr Mitfahrer gehen hoch auf die Aussichtsdecks des Schiffes.

„Es ist unsere Jungfernfahrt“, sagen Renate Pilz und Ursula Chalikias. Edda Jonas schaut sich das vorbeiziehende Mainufer an. „Mir gefällt die Gemeinschaft und mal rauszukommen“, sagt sie.

„Wieder mal rauskommen“, das hört man von vielen der Teilnehmer. Einige sind verwitwet, ihre Kinder und Enkel wohnen weit weg. Für sie sind die Fahrten die gute Gelegenheit, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten.

Die Busbegleiter sorgen für den gelungenen Ablauf: (von links) Silvia Hoffmann-Huhn Elfriede Ramb Sascha Raukamp Regine Frese Angelika Schmitt.

Auf die Versammelten an Deck knallt die Sonne. Für manche ist es zu warm, sie halten sich lieber im klimatisierten Innenbereich des Bootes auf. Heinz Pitzke steht unermüdlich in der prallen Sonne. Der 69-Jährige wartet auf eine günstige Gelegenheit, ein Foto von der Skyline zu machen. „Ich kenne diesen Ausblick aus dem Fernsehen. Ihn einmal selbst zu sehen, hat mich dazu gebracht, an der Reise teilzunehmen.“

Unter Deck klappern Kaffeetassen und Kuchengabeln. „Schade, dass niemand sagt, an welchen Sehenswürdigkeiten wir vorbeifahren“, findet eine Teilnehmerin.

Nach etwa vier Stunden legt das Schiff wieder an. Die Teilnehmer haben etwa eine Stunde Zeit, sich die neue Altstadt Frankfurts anzusehen.

Blick auf die Frankfurter Skyline. 

Um 16.30 Uhr fahren die Busse wieder zurück ins Frankenberger Land. Heinz Bitter aus Geismar stimmt „Hessenland, du bist mein Heimatland“ an und der halbe Bus singt mit.

Gegen 19 Uhr steige ich in Haubern wieder aus. Ein schöner, aber auch anstrengender Tag geht zu Ende. Regine Frese wird nächsten Dienstag wieder nach Frankfurt fahren – mit einer zweiten Tour von fünf Bussen aus dem Frankenberger Land.

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