Quote noch immer unter 25 Prozent

Frauenanteil in Waldeck-Frankenberger Parlamenten nach Kommunalwahl leicht gestiegen

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Der bisher nur geringe Frauenanteil von insgesamt 20 Prozent in den Stadt- und Gemeindeparlamenten und im Kreistag von Waldeck-Frankenberg hat sich nach der Kommunalwahl erhöht. Allerdings nur leicht.

Waldeck-Frankenberg – Bei der Kommunalwahl am 14. März 2021 sind in Waldeck-Frankenberg mehr Frauen in die Stadt- und Gemeindeparlamente und in den Kreistag gewählt worden, als in den Gremien bisher vertreten waren. In der aktuellen Legislaturperiode, die am 31. März endet, beträgt der Frauenanteil in den 23 Gremien inklusive Kreistag insgesamt genau 20,0 Prozent – 131 weibliche Abgeordnete bei 655 Sitzen.

In den neuen Parlamenten werden Frauen mit 22,8 Prozent vertreten sein – 148 bei 647 Sitzen. Dass es insgesamt acht Sitze weniger sind, liegt daran, dass die Hatzfelder Stadtverordnetenversammlung wegen der gesunkenen Einwohnerzahl von 23 auf 15 verkleinert wurde.

In den neuen Kreistag wurden 25 Frauen gewählt. Bei 71 Sitzen ist das ein Anteil von 35,2 Prozent. Im alten Kreistag saßen 20 Frauen (28,1 Prozent). In 13 der 22 Stadt- und Gemeindeparlamente ist die Zahl der Frauen durch die Kommunalwahl gestiegen, in sieben gesunken, in zwei gleich geblieben. Herausragende Beispiele sind Edertal und Waldeck: Dort wurden je vier Frauen mehr gewählt als bisher; in Frankenau sind es drei mehr.

Anklicken, um die komplette Tabelle zu sehen: Sie zeigt den Frauenanteil in Parlamenten in Waldeck-Frankenberg vor und nach der Kommunalwahl 2021.

Eine der neuen Waldecker Stadtverordneten ist Annalena Emmeluth. „In einem Stadtparlament sollten alle Generationen vertreten sein, da man nur so neue Impulse mit altbewährten Erfahrungen kombinieren kann, um gemeinsam das Beste für die Bürger zu erreichen“, sagt die 26-Jährige.

Drei Kommunen verlieren drei Frauen

Den größten „Verlust“ an Frauen gibt es durch die Wahl in Frankenberg und Vöhl, die kreisweit bisher aber auch den höchsten Frauenanteil hatten, sowie in Hatzfeld: Dort sind es jeweils drei weniger als in den aktuellen Parlamenten, was in Hatzfeld auch daran liegt, dass es dort insgesamt acht Sitze weniger gibt.

In absoluten Zahlen hat Bad Wildungen (37 Sitze) mit elf die meisten Frauen unter den neu gewählten Stadtverordneten, in Edertal (31 Sitze), das mit 32,2 Prozent nun die höchste Quote hat, sind es zehn. Einstellige Frauenquoten gibt es in Bromskirchen (1/15 Sitze, 6,6 %) und Burgwald (2/23 Sitze, 8,6 %).

Nadine Horsel (26), die in Battenberg mit den zweitmeisten Stimmen als Neuling neu ins Stadtparlament gewählt wurde, sagt: „Ich kann nur jede Frau dazu aufrufen, sich kommunalpolitisch zu engagieren. Gleichzeitig müssen aber auch die Parteien und Wählervereinigungen aktiv auf Frauen zugehen und sie für die Mitarbeit begeistern.“

Besetzung kann sich noch ändern

Die Zahl der Frauen in den Stadtverordnetenversammlungen und Gemeindeparlamenten kann sich noch ändern. Die endgültige Besetzung entscheidet sich erst in den konstituierenden Sitzungen im April. Wenn gewählte Stadtverordnete/Gemeindevertreter in den Magistrat bzw. Gemeindevorstand gewählt werden, rücken für sie neue Kandidaten von den Parteilisten ins Parlament nach – und damit möglicherweise auch weitere Frauen. Das gilt auch für den Kreistag.

Bei der Kommunalwahl am 14. März standen auf den Listen für die kommunalen Parlamente insgesamt nur 24,5 Prozent Frauen - also gerade mal ein knappes Viertel, wie unsere Auswertung vor der Wahl gezeigt hatte.

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