Frauenchor ProMusica tritt mit Rockband auf

Überwinden musikalische Grenzen: (von links) Oliver Blinn von „Thundernight“ und Laura Köhler, Anne Klein und Marion Born von „ProMusica“ schildern ihr Musikstile übergreifendes Konzertvorhaben. Foto: Raatz

Bottendorf. Es ist das wohl außergewöhnlichste Musikprojekt in diesem Herbst im Frankenberger Land: Ein Frauenchor, eine Coverband und ein Musikzug machen gemeinsame Sache.

Über den Reiz eines solchen Versuchs und die Vorfreude auf das Konzert „ProMusica & Freunde“ am Samstag, 26. September, in der Alten Schmiede sprechen Chorleiterin Marion Born, Vorsitzende Laura Köhler, Sängerin Anne Klein und Oliver Blinn, der Bassist der Bottendorfer Coverband „Thundernight“ im Interview.

Ein Frauenchor und eine Rockband, die dem Heavy Metall nicht abgeneigt ist, gemeinsam auf einer Bühne - wer ist auf diese Idee gekommen?

Marion Born: Ich. Heutzutage muss Chorarbeit interessant sein, das ist ganz wichtig. ProMusica ist dafür bekannt, dass wir alle paar Jahre auf anderen Wegen Konzerte bestreiten. Wir haben schon klassische Jubiläumskonzerte in der Kirche veranstaltet, aber auch schon mitten auf der Straße.

Aber von E-Bass, E-Gitarre und Schlagzeug haben sich bislang die wenigsten Frauenchöre begleiten lassen. Warum?

Marion Born: Über die Jahre haben wir uns etliche moderne Lieder angeeignet. Da lag es eigentlich nahe, diese Stücke auch mit authentischer Begleitung zu präsentieren. Und da haben wir sofort an die Jungs vor Ort gedacht. Wir haben uns beschnuppert und schnell gemerkt, dass es mit Thundernight passt.

Hatten die Älteren im Chor keine Vorbehalte?

Marion Born: Das ist das Schöne an diesem Chor: Es gibt keine Meckerer. Alle gehen gelassen an die Aufgabe heran nach dem Motto: Mal gucken, wie es wird. Es macht allen Spaß, wobei natürlich die Älteren etwas mehr Probleme haben, den englischen Text zu lernen. Aber das gelingt allen wirklich gut.

Und wie war es bei Thundernight?

Oliver Blinn: Für uns war eher die Hauptaufgabe, die Lautstärke so anzupassen, das es passt. Aber wir haben einen guten Pegel gefunden. Schon bei der ersten Probe hat es gut funktioniert. Unsere Stärke ist unsere musikalische Wiege: Wir kommen alle vom Posaunenchor. Wenn wir Noten vor uns haben, dann spielen wir unsere Instrumente so, wie wir Trompete und Tuba spielen. Also einfach vom Blatt. Das hilft ungemein.

Ihr spielt als Thundernight ja nicht nur lauten Rock, sondern könnt auch A-cappella. Worin liegt für euch der Reiz an diesem Versuch?

Oliver Blinn: Das gemeinsame Konzert hat uns mal wieder einen ganz anderen Blick auf die Musik eröffnet. Es macht viel Freude. Vom Gesamtklang verspricht der Abend eine tolle Sache zu werden.

Anne Klein: Das ist schon cool. Nicht jede Band wäre bereit, mit einem Frauenchor ein solches Projekt zu starten.

Oliver Blinn: Bottendorf ist ja ein musikalisches Dorf mit vielen Facetten. Insofern ist es immer spannend, die Gruppen zusammenzubringen.(rou)

Der Auftritt des Frauenchors mit Band - das ist schon eine Nummer. Wie die Zusammenarbeit mit einem ganzen Musikzug funktioniert und wie das Programm des Abends aussieht, das lesen Sie in der gedruckten Donnerstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

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