Christkindwiegen in Corona-Zeiten: Mit Maske und Laterne auf dem Kilian

Drei Korbacher Weihnachtsfreunde verbreiten Frieden und Gesundheit

Im Turmzimmer: Die Weihnachtsfreunde Stephan Rückert (Dirigent), Thomas Kuhnhenn (Sprecher) und Schriftführer Karl-Friedrich Kuhnhenn (von links) wurden zur gewohnten Zeit um 20 Uhr auf den Turms der Kilianskirche entsandt.
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Im Turmzimmer: Die Weihnachtsfreunde Stephan Rückert (Dirigent), Thomas Kuhnhenn (Sprecher) und Schriftführer Karl-Friedrich Kuhnhenn (von links) wurden zur gewohnten Zeit um 20 Uhr auf den Turms der Kilianskirche entsandt.

Sie haben an der Tradition festgehalten. Zwar fiel das Christkindwiegen an Heiligabend aufgrund der Corona-Einschränkungen deutlich stiller aus als in den zurückliegenden Jahren – das traditionell gesungene Lied „Dies ist der Tag den Gott gemacht“ wurde nicht in alle Himmelsrichtungen gesendet. Dennoch setzten die Weihnachtsfreunde ein Zeichen im Lockdown.

--- aktualisiert am 27. Dezember ---

Mit Stephan Rückert (Dirigent), Thomas Kuhnhenn (Sprecher der Weihnachtsfreunde) und Karl-Friedrich Kuhnhenn (Schriftführer) wurden drei Weihnachtsfreunde aus zwei Familien an Heiligabend zur gewohnten Zeit um 20 Uhr auf den Umgang des Turms der Kilianskirche entsandt.

Ausgestattet waren sie nicht nur mit den traditionellen Laternen, sondern auch mit FFP2-Masken. Ein Hygienekonzept hatten sie zuvor aufgestellt und befolgten es konsequent. „Wir standen hier im engen Austausch mit der Stadt Korbach, der Kirche und dem Gesundheitsamt. Die Zusammenarbeit hat sehr gut geklappt“, berichtete Thomas Kuhnhenn auf Anfrage der WLZ. Er erinnerte noch einmal daran, dass die Weihnachtsfreunde bereits in den vergangenen Jahren zwei Mal improvisieren mussten: Wegen Bauarbeiten musste die Gruppe das Christkindwiegen 2014 und 2017 vom Turm an den Fuß der Korbacher Kilianskirche verlegen. „Wir waren es also gewohnt, mit Problemen umzugehen. In der Corona-Pandemie war allerdings Vieles völlig unvorhersehbar. Daher lief am Ende auch einiges spontan ab.“

Christkindwiegen in Korbach in Corona-Zeiten.

An Heiligabend verbreiteten die drei Auserkorenen stellvertretend für alle Weihnachtsfreunde den Frieden und die Gesundheit. Am 25. Dezember waren es dann die drei Weihnachtsfreunde Stephan Rückert sowie Matthias und Philip Keudel, die morgens um 7 Uhr auf den Turm der Kilianskirche stiegen – erneut wurde somit das Hygienekonzept eingehalten.

Weil die Weihnachtsfreunde nicht auf ihre Traditionen verzichten wollten, fand das übliche Zusammentreffen diesmal online über eine „Zoom-Plattform“ statt. „Hierbei hat uns vor allem Sascha Pfannstiel sehr geholfen, der im Vorfeld viele Beiträge digital aufgezeichnet hatte“, berichtete Thomas Kuhnhenn.

Wegen der Corona-Pandemie fand das Treffen der Weihnachtsfreunde diesmal online statt.

So konnte unter anderem Jörn Vesper in bewährter Manier „Die Made“ von Heinz Erhard vortragen. Auch die Weihnachtsgeschichte durfte nicht fehlen. „Rund 30 Weihnachtsfreunde waren bei diesem Online-Zoom-Treffen zugeschaltet. Wir haben sogar zwei Weihnachtslieder zusammen gesungen“, sagte Kuhnhenn.

Auch die traditionellen Bockwürstchen fehlten nicht. Diese waren zuvor von Thomas-Ludwig Tent gespendet und von den Weihnachtsfreunden abgeholt worden. 

Für den Sprecher der Weihnachtsfreunde war das diesjährige Christkindwiegen trotz der Corona-Einschränkungen dennoch eine „schöne Veranstaltung“. Er machte aber zugleich deutlich, dass man im kommenden Jahr gerne wieder gemeinsam auf dem Turm der Kilianskirche stehen würde.

Blick auf die Kilianskirche während des Christkindwiegens.
Christkindwiegen in Korbach in Corona-Zeiten. Das Hygienekonzept wurde eingehalten.

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