Hessen-Mobil lässt Teilstück der bundesstraße B252 sanieren

Frischer Asphalt für Waldecks Nord-Süd-Magistrale

Ein Straßenbauarbeiter bedient einen computergesteuerten Asphaltfertiger.
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Asphaltierungsarbeiten auf einem 4,7 Kilometer langen Teilstück der Bundesstraße B252 im Bereich der Ortsumfahrung von Rhoden: Lastwagen bringen den heißen Asphalt zur Baustelle.

Die auf fast drei Monate angelegten Bauarbeiten an der Ortsumgehung von Rhoden im Zuge der Bundesstraße B 252 sind zur Halbzeit an einer entscheidenden Phase angelangt: In dieser Woche haben die Straßenbauexperten der Firma Wachfeld mit der Asphaltierung der Tragschicht begonnen.

Diemelstadt - Die 40-Tonner mit ihren wärmeisolierten Kippmulden pendeln während der Asphaltierungsarbeiten fast ununterbrochen zwischen dem Asphaltwerk auf dem Mengeringhäuser Hagen und der Baustelle bei Rhoden hin und her.

An guten Tagen können so an die 2600 Tonnen von dem 180 Grad heißen Asphalt aufgebracht werden. Insgesamt werden es am Ende 20.000 Tonnen Asphalt sein, die auf dem 4,7 Kilometer langen Straßenstück zwischen Gashol und dem Abzweig am SVG Rasthaus verbaut sein werden. Insgesamt investiert der Bund für diesen Streckenabschnitt rund 1,75 Millionen Euro.

Hoher Anteil von Schwerverkehr

„Die Baumaßnahme war notwendig, weil die sehr hohe Verkehrsbelastung, insbesondere mit Schwerverkehr zu Fahrbahnabsenkungen, Spurrillen und diversen Schadstellen geführt hat“, erklärt Projektleiter Armin Wittmeier vom Landesstraßenbaubetrieb Hessen-Mobil. Eine spätere Sanierung hätte zu schnell ansteigenden Schäden mit erhöhten Verkehrsrisiken geführt, die ein sowohl zeitlich als auch technisch weit aufwendigeres Bauprojekt nach sich gezogen hätte.

Und der Straßenfachmann sagt auch: „Der Umfang der Schäden 18 Jahre nach Fertigstellung der Umgehungsstraße deutet darauf hin, wie groß die Verkehrsbelastung auf dieser Strecke ist. Hessen-Mobil geht von 2000 Lastwagen pro Tag aus, die zwischen der Autobahnabfahrt bei Rhoden und der Kreisstadt Korbach hin und her pendeln.

Zwei Parkplätze wurden zurückgebaut

Bei Beginn der Arbeiten Mitte April wurde zunächst die vorhandene Fahrbahn in einer Stärke von 16 Zentimetern komplett abgefräst. Die neu aufgebaute Fahrbahn soll rund vier Zentimeter höher werden und vor allem eine entsprechend dickere Tragschicht erhalten. Darauf kommt eine Schicht Asphaltbinder, dann erst die Asphaltdeckschicht. Dieser 20 Zentimeter dicke Aufbau soll den hohen Belastungen länger Stand halten.

Auch die Zu- und Abfahrten zur Kreisstraße K 1 und zur Landesstraße L 3081 erhalten in einer Länge von jeweils etwa 120 Metern frischen Asphalt. Im Zuge der Streckensanierung werden außerdem die vorhandenen Verkehrsinseln erneuert und die Wirtschaftswege und Zufahrten an das Fahrbahnniveau angeglichen. Die beiden bereits vor zwei Jahren geschlossenen Parkplätze an der Kuppe bei Rhoden werden komplett beseitigt, nachdem dort immer wieder massive Müllablagerungen festgestellt worden waren. Auf der gesamten Strecke erfolgt dann abschließend der Austausch der Schutzplanken und Leitpfosten.

Hohe Belastung für die Umleitungsstrecken

Als „rekordverdächtig“ bezeichnen die Straßenbauer die mit weniger als drei Monaten bemessene Bauzeit. Das sei nur aufgrund der Vollsperrung machbar gewesen. Eine halbseitige Sperrung hätte viel größere Gefahren für die Bauarbeiter und Mehraufwand für Sperrungen und Ampelregelungen bedeutet.

So aber die Wiederfreigabe der Strecke bereits für Anfang Juli geplant. Das ist insbesondere für die direkt betroffenen Anlieger der Umleitungsstrecken eine gute Nachricht. Auch wenn der Verkehr in Richtung Norden ab Helsen über das rote Land und das Orpethal, in Richtung Süden über Warburg, Volkmarsen und Wetterburg aufgeteilt umgeleitet wird, ist doch deutlich mehr Verkehr auf den sonst eher ruhigen Strecken unterwegs.

Während sich auf den Umleitungsstrecken zeitweise der Verkehr staut, geht es auf der Baustelle zügig voran. Rekordverdächtig waren bisher die 2600 Tonnen Asphalt, die an einem einzigen Tag eingebaut werden konnten.

Zur Steigerung der Verkehrssicherheit wurden in Abstimmung zwischen Hessen Mobil, der Verkehrsbehörde und der Polizei für die Dauer der Umleitungen in einigen Ortschaften an besonders neuralgischen Stellen Geschwindigkeitsbeschränkungen wie Tempo 30 angeordnet.

„Zudem gibt es die großräumige Umfahrungsmöglichkeit über die Autobahn A 44. Da aber dort zeitgleich Bauarbeiten zu Fahrbahnverengungen führen, konnte diese Strecke nicht als offizielle Umleitung ausgewiesen werden“, erläutert Hessen-Mobil-Sprecher Dr. Hellwig Kamm. (Elmar Schulten)

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