Keine Mehrheit in Bürgerentscheid

Fusion von Münchhausen, Wetter und Lahntal gescheitert

Symbolbild Bürgerentscheid
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Symbolbild Bürgerentscheid

Die geplante Fusion der Gemeinden Lahntal und Münchhausen sowie der Stadt Wetter ist vorerst gescheitert. Das ist das Ergebnis des Bürgerentscheids vom Sonntag (26.09.2021).

Münchhausen - In Lahntal und Münchhausen stimmten am Sonntag nach dem vorläufigen Ergebnis bei dem Bürgerentscheid jeweils knapp 80 Prozent der Wähler gegen den Zusammenschluss. Nur in der Stadt Wetter fand sich eine knappe Mehrheit für das Vorhaben.

In Münchhausen entfielen 77,73 Prozent der abgegebenen Stimmen auf Nein, also gegen die Fusion, 22,27 Prozent auf Ja. Die Wahlbeteiligung lag bei 79,48 Prozent. In Lahntal waren es 79,45 Prozent für Nein und 20,55 Prozent für Ja. In Wetter war das Ergebnis andersherum: 52,78 Prozent der Wähler stimmten für die Fusion, 47,22 Prozent dagegen.

Voraussetzung für einen erfolgreichen Bürgerentscheid pro Fusion wäre gewesen, dass es in jeder der drei Kommunen eine Mehrheit mit Ja stimmt und diese Mehrheit dabei jeweils mindestens 25 Prozent der Wahlberechtigten umfasst.

Befürworter sahen finanzielle Vorteile

Die Bürgermeister der drei Kommunen hatten sich für die Fusion stark gemacht. Sie und andere Befürworter des Zusammenschlusses erhofften sich jährliche Einsparungen von 1,1 Millionen Euro und schlankere Verwaltungsstrukturen. Zudem hatte das Land einen Schuldenerlass sowie Fördermöglichkeiten in Aussicht gestellt, beides jeweils in Millionenhöhe.

Der Zusammenschluss war für den 1. Januar 2023 geplant gewesen, der Name der neuen Kommune mit ihren rund 19.000 Bürgern im Landkreis Marburg-Biedenkopf stand noch nicht fest.

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