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Waldeck-Frankenberg: Wegen Personalknappheit fallen weiterhin Züge aus

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Von: Klaus Jungheim

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Abgestellt im Bahnhof Frankenberg: Wegen krankheitsbedingter Ausfälle bei Triebfahrzeugführern und Fahrdienstleitern fallen in Waldeck-Frankenberg weiterhin Züge aus. Es wird bis voraussichtlich 17. Juli nur im Zweistundentakt gefahren
Abgestellt im Bahnhof Frankenberg: Wegen krankheitsbedingter Ausfälle bei Triebfahrzeugführern und Fahrdienstleitern fallen in Waldeck-Frankenberg weiterhin Züge aus. Es wird bis voraussichtlich 17. Juli nur im Zweistundentakt gefahren. © Klaus Jungheim

Die anhaltenden Ausfälle von Zügen im Streckennetz der DB-Tochter Kurhessenbahn stellen Fahrgäste in Waldeck-Frankenberg auf eine Geduldsprobe.

Waldeck-Frankenberg – Grund für vorübergehende Streichungen von Fahrten sind krankheitsbedingte Ausfälle bei Triebfahrzeugführern und Fahrdienstleitern. Da sie in der Regel spontan auftreten, erfolgen die Zugausfälle kurzfristig. Gerade für Pendler eine unerfreuliche Situation.

Aktuell betroffen in Waldeck-Frankenberg sind die Linien

RB4, Kassel-Wilhelmshöhe - Korbach Hbf

RB/RE97, Marburg-Frankenberg-Korbach-Brilon

Auf diesen Strecken verkehren die Züge bis voraussichtlich 17. Juli nur im Zweistundentakt. Dies bestätigte die stellvertretende Pressesprecherin des Nordhessischen Verkehrsverbunds (NVV) in Kassel, Judith Féaux de Lacroix. Und: „Wie es danach weitergeht, klärt sich in den nächsten Tagen.“

Wie die Pressestelle der Deutschen Bahn AG in Frankfurt/Main auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, „ist wie überall auch die DB derzeit von erhöhten Krankenständen betroffen, was kurzfristig regional zu Personalengpässen führen kann“.

Ein Schienenersatzverkehr könne nicht jedes Mal angeboten werden. Denn: „Da sich bei den Busunternehmen ein ähnliches Bild zeigt, sind Busse nicht in allen Fällen als Ersatz für die Zugfahrten einsetzbar“, heißt es.

Es stellt sich aufgrund des Personalengpasses die Frage: Ist es der Deutschen Bahn nicht möglich, umgehend Zug-Ersatzpersonal zu rekrutieren? Dem erteilt die Pressestelle eine Absage: „DB-Personale aus anderen Regionen benötigen vor ihrem Einsatz zunächst eine genaue Kenntnis der Strecken und örtlichen Gegebenheiten.“

Haben Besitzer von Monats- oder Jahreskarten wegen der Zugausfälle einen Anspruch auf Erstattung? Laut DB-Pressestelle haben Fahrgäste „im Rahmen der gesetzlichen Fahrgastrechte Anspruch auf Entschädigung. Zeitkarten werden pauschal je Verspätung am Zielbahnhof ab 60 Minuten entschädigt. Entschädigungsbeträge von weniger als vier Euro werden nicht ausgezahlt. Somit müssen Inhaber von Zeitkarten des Nahverkehrs mindestens zwei (1. Klasse) bzw. drei (2. Klasse) Verspätungen geltend machen und diese gesammelt einreichen. Bei Zeitkarten werden insgesamt maximal 25 Prozent des Zeitkartenwertes entschädigt“.

NVV: Vor Fahrtantritt informieren

Der Nordhessische Verkehrsverbund empfiehlt Fahrgästen, sich vor Fahrtantritt über die gewünschte Verbindung zu informieren: auf nvv.de/fahrplanauskunft, in der NVV-App oder am gebührenfreien NVV-Service-Telefon 0800/939-0800.

Die Deutsche Bahn bittet ihre Fahrgäste für die Einschränkungen angesichts der aktuell angespannten Lage um Verständnis. Weitere Informationen über die aktuellen Fahrtmöglichkeiten und Ersatzverkehre finden Reisende laut Pressemitteilung unter bahn.de oder in den Apps DB-Navigator und DB-Streckenagent.

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