Gegenseitige Hilfe nach Unwettern: Modellprojekt der Nachbarschaftshilfe

Wangerhausen. Der Frankenberger Stadtteil Wangershausen wurde als Teilnehmer für ein Modellprojekt ausgewählt, in dem es um gegenseitige Hilfe bei Unwettern geht.

„Die Menschen müssten sich darauf einstellen, dass extreme Wetterlagen zunehmen“, sagte Jens Deutschendorf, Erster Kreisbeigeordneter aus Waldeck-Frankenberg bei der Vorstellung des Modellprojektes zur gegenseitigen Hilfe bei heftigen Unwettern. Durch das Projekt, das den Namen „Freiwilligen-vor-Ort-System“ (FvOS) trägt, könnten Versorgungslücken im Krisenfall geschlossen werden.

Die Orte Frankenberg-Wangershausen (Landkreis Waldeck-Frankenberg) und Weißenborn-Rambach (Werra-Meißner-Kreis) wurden für das Modellprojekt ausgewählt.

Wenn ein kleiner Ort von der Außenwelt durch ein Unwetter abgeschnitten ist, ist gerade das Leben von älteren Menschen in Gefahr, heißt es in der Projektbeschreibung. Ziel sei es deshalb, durch Selbst- und Nachbarschaftshilfe die Versorgung der Menschen im Ort zu sichern. Schließlich sind die Landkreise auch für den Katastrophenschutz zuständig, sagte Deutschendorf. Da könne solch ein Konzept im Ernstfall sehr hilfreich sein.

Mit den Planungen stehen die Beteiligten derzeit noch ganz am Anfang. Startschuss des Projekts, das jetzt in Kassel vorgestellt wurde, war am 1. September.

Demnächst sollen Gespräche mit Feuerwehren, Pflegediensten und möglichen Freiwilligen anstehen. Daneben soll erfasst werden, wer im Ernstfall Hilfe benötigt und wer sich dann darum kümmern kann. „Am Ende muss klar sein, wer geht zu Oma Lisa und hilft ihr“, sagte Dr. Rainer Wallmann, Erster Kreisbeigeordneter im Werra-Meißner-Kreis.

Wie das Projekt im Detail funktionieren soll, das lesen Sie in der gedruckten Freitagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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