6500 Euro Schaden: 26-Jähriger manipulierte Stromzähler mit Magneten

Frankenberg. Er wollte seinen Eltern etwas Gutes tun, sie finanziell entlasten: Daher brachte er zwei Hochleistungsmagneten an den Stromzähler im Haus seiner Eltern an, um so die Stromkosten zu minimieren. Dafür wurde ein 26-jähriger gestern vom Amtsgericht Frankenberg wegen versuchten Betrugs und Sachbeschädigung zu einer Strafe von 800 Euro verurteilt.

Der Angeklagte zeigte sich von Beginn an geständig. „Ich habe großen Mist gebaut“, sagte der junge Frankenberger. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, den Zähler mit Absicht zum Stoppen gebracht zu haben. Ein geladener Zeuge von der Energiegesellschaft Frankenberg (EGF) gab an, dass sich der entstandene Schaden nicht auf, wie zunächst angenommen, 1500 Euro belaufe, sondern auf rund 6500 Euro. Zudem habe der durch das Magnetfeld zerstörte Zähler ausgetauscht werden müssen, was noch einmal etwa 285 Euro gekostet habe.

Der Angeklagte beteuerte, nie die Absicht gehabt zu haben den Zähler zu zerstören. Er habe den Stromverbrauch nur minimieren wollen. Über einen Freund, der Ingenieur sei, habe er überhaupt erst von den Magneten erfahren. „Ich wäre von allein gar nicht auf die Idee gekommen“, sagte der Frankenberger, der auswärts studiert. „Ich habe auf keinen Fall jemanden hintergehen oder betrügen wollen“, beteuerte der Angeklagte mehrfach. „Ich fühle mich nicht als Betrüger.“

Von Miriam Linke 

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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