Parkplatz mit 50 Autos fast voll

Gelungene Premiere im Korbacher Autokino

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Bei Isi und Pauline im Auto war es richtig gemütlich: Viele Besucher statteten sich selbst mit Getränken, Obst und Knabbersachen aus. Popcorn und Getränke durften nicht verlauft werden.

Der Tanz in den Mai ist in diesem Jahr ausgefallen, dafür gab es Autokino am Wochenende: Zum ersten Mal in Korbach, und zum ersten Mal im „Cine K“.

Alles war recht kurzfristig genehmigt und organisiert werden, dafür war der Parkplatz bei der Premiere am Donnerstagabend mit 50 Autos fast voll.

Den Filmtitel und die Anfangszeit erfuhren die Besucher erst kurzfristig über die Webseite des Kinos. Die Tickets konnten nur online gebucht werden. Auf dem Parkplatz war wegen des Infektionsschutzes ein Mindestabstand von 1,5 Metern vorgeschrieben, die kleinen Fahrzeuge nach vorne, die größeren nach hinten. Platz war so für insgesamt 60 Autos.

Die Kinobesucher bekamen eine UKW-Frequenz mitgeteilt, auf der sie den Ton des Films im Autoradio mithören konnten. Da es den ganzen Film über mehr oder weniger heftig regnete, waren die Zuschauer in Fahrzeugen mit Standheizung klar im Vorteil, andere mussten immer wieder die Scheiben klar wischen, die Lüftung laufen lassen. Ohne Scheibenwischer ging gar nichts.

Besucher des Autokinos in Korbach machen es sich gemütlich

Ein Verkauf von Popcorn und Getränken hatten die Kinobetreiber nicht genehmigt bekommen. Also statteten sich die Besucherinnen und Besucher mit dem nötigsten selbst aus. Viele hatten Chips und Getränke, Obst oder Süßigkeiten dabei. Isi und Pauline machten es sich im Auto mit Rotwein in passenden Gläsern bequem. Sie waren das erste Mal in einem Autokino, und es hat ihnen nach eigener Aussage „super gut“ gefallen. Es sei toll, dass in Korbach so etwas angeboten werde, sagten beide.

Maxi und Anja saßen gemütlich unter einer Decke mit Chips und Getränken in ihrem Auto. Rainer und Annika Schultze hatten es ganz komfortabel im Bulli ihres Unternehmens mit Standheizung und von „oben“ den totalen Überblick.

Los ging es kurz nach 21 Uhr, Schluss war kurz nach 23 Uhr, und das Publikum bedankte und verabschiedete sich mit einem Hupkonzert. Der Film „Nightlife“, eine rasante Komödie mit Elyas M’Barek, Frederick Lau und Palina Rojinski in den Hauptrollen, die in den Straßen Berlins spielt, war offenbar gut beim Publikum angekommen.

Die Zusammenarbeit der beiden Kinobetreiber Jörg Wahhab („Cine K“ Korbach) und Friedrich Bähr (Kino „Studio“ Willingen) machte die Aufführung, der bis zum kommenden Wochenende weitere folgen, erst möglich. Der eine hatte die Parkplätze, der andere die technische Ausrüstung.

Für das Korbacher Autokino arbeiten alle zusammen

Aber auch ohne ein Unternehmen für die Veranstaltungstechnik und die Unterstützung der Sparkasse Waldeck-Frankenberg, der Waldecker Bank und der Volksbank Kassel-Göttingen – normalerweise Mitbewerber – hätte das Autokino nicht an den Start gehen können. Schulterschluss in Krisenzeiten macht Mut.

Insgesamt sind vorerst zehn Vorführungen geplant. Bei großem Zuspruch wollen Jörg Wahhab und Friedrich Bähr das Angebot verlängern und an den Wochenenden Autokino in Korbach veranstalten. Informationen zum Programm und Tickets gibt es auf der Internetseite des „Cine K“. (os)

Auch dasMarburger Autokino feierte eine erfolgreiche Premiere. Mehr dazu lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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