Alkoholunfall in Gemünden: Spuren im Schnee führen zu Flüchtigem

Gemünden. Auf Spurensuche im wahrsten Sinne des Wortes ist die Polizei nach einem Alkoholunfall mit Flucht in Gemünden gegangen - und das mit Erfolg.

Mehrere Kilometer von einer Unfallstelle entfernt fanden die Spürnasen der Frankenberger Wache den Verursacher im Wald, nachdem sie den Reifenspuren im Schnee gefolgt waren. Der Grund für den Unfall zeigte sich rasch: Der 51-Jährige war alkoholisiert und besitzt keinen Führerschein.

Den Seatfahrer aus dem Werra-Meißner-Kreis erwartet nun ein Strafverfahren wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss und ohne gültige Fahrerlaubnis sowie Unfallflucht. Er musste sich einer Blutentnahme in Frankenberg unterziehen. An seinem älteren Wagen war wirtschaftlicher Totalschaden entstanden, aber fahren durfte der Mann nach dem Vorfall ohnehin nicht mehr.

Was war passiert? Wie die Beamten der Frankenberger Polizeistation am Mittwoch berichteten, hatte es am späten Montagnachmittag eine Kollision in Gemünden gegeben: Am östlichen Stadtrand an der Kreuzung Untertor/Auestraße stießen der später flüchtige 51-Jährige und ein 53 Jahre alter Mann aus Stadtallendorf mit ihren Autos zusammen.

Der Seatfahrer fuhr nach dem Unfall trotz der Beschädigungen an seinem Wagen auf der Straße In der Ebenau in Richtung des bewaldeten Grenzgebietes zwischen Waldeck-Frankenberg und dem Schwalm-Eder-Kreis davon. Der zweite Unfallbeteiligte, an dessen VW Golf ebenfalls wirtschaftlicher Totalschaden entstanden war, rief die Polizei.

Eine Streifenwagenbesatzung setzte dem Flüchtigen nach, und die winterliche Witterung spielte den Beamten in die Hände: Die Ordnungshüter entdeckten frische Reifenspuren im Schnee, denen sie etwa vier Kilometer bis tief in den Wald hinein folgten. Dort trafen sie schließlich auf den beschädigten Wagen und den alkoholisierten Fahrer.

112-magazin.de

Rubriklistenbild: © dpa

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