Bürgerhäuser in Gemünden kommen auf den Prüfstand

Bürgerhaus in Gemünden: Dieses Gebäude und auch die Dorfgemeinschaftshäuser in den Stadtteilen kommen demnächst auf den Prüfstand. Archivfoto: Moniac

Gemünden. Das Bürgerhaus in Gemünden und die Dorfgemeinschaftshäuser in den Stadtteilen werden demnächst auf Schäden und nötigen Instandsetzungsmaßnahmen hin überprüft.

„Der Antrag ist ein Erhaltungsmanagement für städtische Liegenschaften", sagte Heinz-Jürgen Hammer (SPD), der am Donnerstag im Parlament Gemünden zusammen mit der Fraktion der Bürgerliste dem Magistrat einen Auftrag erteilte.

Die Stadt soll dafür sorgen, dass alle nötigen Instandsetzungsarbeiten im Bürgerhaus Gemünden und in den Dorfgemeinschaftshäusern für den Zeitraum von fünf Jahren ermitteln werden. „Nach erfolgter Ermittlung und Auflistung aller Maßnahmen kann dann relativ genau der Einsatz erforderlicher Finanzmittel gesteuert werden“, sagte Hammer. Man wolle genau wissen, welche Kosten in den kommenden Jahren auf die Stadt zukommen.

Der Antrag wurde bei einer Gegenstimme beschlossen. Manfred Fackiner (Bürgerliste) hatte zuvor noch verdeutlicht, dass vor allem der bauliche Zustand und die Funktionalität der jeweiligen Einrichtung ermittelt werden sollten. „Es ist wichtig, dass die Ortsbeiräte und Hausmeister einbezogen werden. Die kennen sich in den Gebäuden am besten aus“, sagte er. Das sah auch Katharina Tils (CDU) so. Sie äußerte aber auch Bedenken. „Eine Überprüfung ist auf jeden Fall sinnvoll. Bei einer konkreten Kostenaufstellung müssen aber Experten ran. Das Bauamt ist mit dem Straßensanierungsprojekt fortan voll ausgelastet. Also bleibt nur externe Hilfe und die kostet Geld“, sagte sie. Auch Bürgermeister Frank Gleim sagte, dass es ohne externe Unterstützung nicht gehen werde.

Heinz-Jürgen Hammer schlug daraufhin vor, die Liegenschaften zunächst durch Ortsbeiräte, Hausmeister und Mitarbeiter des Bauhofes und des Bauamtes in Augenschein zu nehmen. „Dann wird ersichtlich, wo umfangreiche Instandsetzungsmaßnahmen nötig sind. Und in solchen Fällen kann dann immer noch ein Experte für die Kostenschätzung herangezogen werden.“ Dem Vorschlag schlossen sich alle Fraktionen an.

Von Philipp Daum

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