Sport- und Kulturhalle wird vorerst nicht modernisiert

Bürgerhaus in Gemünden soll für 2,3 Millionen Euro saniert werden

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Bürgerhaus in Gemünden: Als „separate Lösung“ soll nun das Bürgerhaus in Gemünden saniert werden. Kosten: 2,3 Millionen Euro. 

Die Sport- und Kulturhalle und das integrierte Bürgerhaus in Gemünden sind stark sanierungsbedürftig. Doch die Modernisierung der beiden Projekte kostet insgesamt rund 6,3 Millionen Euro.

 „Diese Summe ist für die Stadt Gemünden nicht zu stemmen“, sagte Hans-Hermann Faust als Sprecher der Bürgerliste Gemünden. Bei der Stadtverordnetenversammlung am Mittwochabend sahen das auch die Politiker der anderen Fraktionen im Gemündener Stadtparlament so.

Bei einer Enthaltung entschieden sich die Stadtverordneten nach eingehender Beratung und Diskussion letztlich einstimmig dafür als „separate Lösung“ nur die 2,3 Millionen teure Modernisierung des Bürgerhauses anzugehen.

Dafür hatte sich vorab auch schon ein eigens für das Projekt gebildeter Arbeitskreis mit Vertretern aus Schule, Landkreis und Fraktionen ausgesprochen. Für die Sanierung erwartet die Stadt Gemünden auch Zuschüsse aus dem Projekt „Soziale Stadt“– die sollen nun ausschließlich für das Bürgerhaus verwendet werden. „Wir glauben, dass die Sanierung des Bürgerhauses Vorrang hat“, sagte Faust. „Wir wollen für die Bürger unserer Stadt das Bürgerhaus erhalten und auf den neusten Stand bringen.“ Mit der Sanierung und dem Umbau könne dort nun auch ein Bürgerbüro eingerichtet werden, so Faust. 

Allerdings dürften auch die drei Hallenfelder nicht aus dem Fokus geraten: „Auch hier muss einiges getan werden.“ Für die „separate Lösung“ sprach sich auch Wilfried Golde aus. Auch der SPD-Sprecher merkte an, dass dabei die Sport- und Kulturhalle nicht vergessen werden dürfe. Deshalb machte er darauf aufmerksam, dass aktuell die Vorhänge defekt seien: „Damit dort ein ordentlicher Schulsport und auch Veranstaltungen stattfinden können, müssen sie schnell erneuert werden.“ 

Für Reparaturen im Bereich der Sporthalle zahlt zwei Drittel die Stadt, ein Drittel der Landkreis. Das Thema Sport- und Kulturhalle griff auch die CDU-Fraktionsvorsitzende Katharina Tils auf: „Die Sport- und Kulturhalle hat für uns eine wichtige Funktion.“ Wenn dort nur noch das Nötigste gemacht werde, könne es passieren, „dass die Halle überhaupt nicht mehr genutzt werden kann“.

Auf Antrag der CDU wurde mit in den Beschluss aufgenommen, dass die Stadt sofort tätig werden muss, sollten in der Halle Sicherheitsmängel auftreten. 

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