Weitere Experten sollen gehört werden

Diskussion um Gemündener Sportplatz Dietrichskehle geht weiter

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Soll bald anders aussehen: Der Belag auf dem Sportplatz Dietrichskehle in Gemünden. 

Gemünden. Die Frage „Soll der bestehende Tennenplatz an der Dietrichskehle saniert werden oder ein Kunstrasenplatz entstehen?“ wird die Gremien der Stadt Gemünden weiter beschäftigen.

Nach langer Diskussion gab es kein „Ja“ oder „Nein“ auf diese Frage, sondern ein „Später“. Die Empfehlung des Ausschusses für Jugend, Sport und Kultur (wir berichteten) lautete, einen Kunstrasenplatz zu schaffen. Seit dem hat Bürgermeister Frank Gleim mit weiteren Experten gesprochen. Matthias Schäfer, Fachdienstleiter Sport und Jugendarbeit des Kreises, habe gesagt, dass eine finanzielle Förderung nur erfolgen kann, wenn ein Verein den Antrag stellt und als Bauherr auftritt.

Das müsse auch bei einer Förderung durch den Landessportbund Hessen so sein, habe dessen Mitarbeiter Matthias Schwing erklärt. Theo Schätte, Leiter der des Fachbereichs Sport der Cornelia-Funke-Schule, habe gesagt, die Schule habe nicht genug eigene Mittel, um das Projekt zu unterstützen und vom Landkreis als Träger würde kein Geld kommen. Landschaftsarchitekt Wolfgang Glöde hatte eine erste Kostenschätzung vorgenommen. Danach solle das Kunstrasen-Feld 445 980 Euro kosten, hinzukämen 200 000 Euro für Entwässerungsrinne, Zaun, Wege und ein Jahr Pflege.

Die Bürgerliste habe sich darauf eingestellt, eine Grundsatzentscheidung zu fällen, erklärte Fraktionsvorsitzender Hans-Hermann Faust. Schließlich werde nun schon lange diskutiert und man habe viele Argumente gehört. Je länger man diskutiere, desto länger bleibe der Tennenplatz in seinem desolaten Zustand.

Heinz-Jürgen Hammer von der SPD-Fraktion dagegen forderte, ein auf Kunstrasenplätze spezialisiertes Büro mit einer Kostenschätzung zu beauftragen. Außerdem solle man sich mit Jens Prüller vom Landessportbund auseinandersetzen, der auch in Frankenau eine Einschätzung zum Kunstrasenplatz gegeben habe. Wenn dieser empfehle, dass ein Kunstrasenplatz keinen Sinn mache, „dann müssen wir diese Entscheidung natürlich auch akzeptieren“.

CDU-Fraktionsvorsitzende Katharina Tils fragte „Was soll denn diese Wahnsinns-Eile?“. Das Geld aus dem Kommunalinvestionsprogramm für eine Sanierung des Tennenplatzes stehe schließlich bis 2020 zur Verfügung. Sie wolle Einsicht in die Pachtverträge mit dem Landkreis. Außerdem forderte sie Vereine wie den TSV auf, noch einmal in sich zu gehen, was ihr Engagement angehe, und dann im Ausschuss erneut gehört zu werden.

Am Ende wurde das Thema mit den Stimmen von SPD und CDU in die Ausschüsse verwiesen. Gemeinsam sollen der Haupt- und Finanz-Ausschuss und der Sport-. Jugend- und Kulturausschuss beraten, um auch finanzielle Fragen umfassender klären zu können. Außerdem sollen Landessportbund-Mitarbeiter Prüller, sowie ein Experte der Stadt Marburg, wo gerade der 9. Kunstrasenplatz entsteht, sowie Vertreter der Sportvereine geladen werden.

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