Dringlichkeitsantrag: Gemündener Steinweg soll sicherer werden

Ein Nadelöhr: Der Steinweg ist die Hauptverkehrsstraße in Gemünden, aber nicht besonders breit. Archivfoto:  Hildebrand

Gemünden. Die unerträglich gewordene Verkehrssituation am Steinweg in Gemünden soll nach dem Willen des Stadtparlaments so bald wie möglich entschärft werden. Das Parlament verlangt deshalb nun "Sofortmaßnahmen".

Nach einem kurzfristig auf die Tagesordnung genommenen Dringlichkeitsantrag der SPD-Fraktion haben die Stadtverordneten einstimmig beschlossen, folgende „Sofortmaßnahmen“ mit den Vertretern der zuständigen Behörden bei einem Ortstermin zu erörtern:

• Ob im Bereich der Stadtmitte ein zweiter Fußgängerüberweg geschaffen werden kann.

• Ob ein Durchfahrverbot für den Schwerlastverkehr in den Nachtstunden durchgesetzt werden kann.

Beide Maßnahmen sollen dazu dienen, die Verkehrssicherheit zu verbessern und die Lärmbelästigung für die Anwohner zu verringern.

Die SPD-Fraktion begündete ihren Dringlichkeitsantrag damit, dass zwar im Rahmen des geplanten Ausbaus der Landesstraße 3073 im nächsten oder übernächsten Jahr oder im Zuge des Programms „Soziale Stadt“ bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation am Steinweg geplant seien. Es sei aber ungewiss, ob und wann diese realisierbar seien und zur Ausführung kämen.

Einige Eltern würden ihre Kinder jeden morgen persönlich über den Steinweg begleiten. „Das kann es nicht sein“, beklagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Friedegunde Wagner. Unterstützung erhielt sie auch von den übrigen Fraktionen: „Wir wissen alle, wie die Situation am Steinweg ist“, betonte Katharina Tils von der CDU. Und auch Hans-Hermann Faust von der Bürgerliste sagte, er könne die Klagen der Anwohner nachvollziehen.

Bürgermeister Frank Gleim teilte mit, es sei im Vorfeld schon einiges zum Thema Steinweg mit einem Ingenieurbüro besprochen worden. Während der rund einjährigen Bauzeit des geplanten Ausbaus der Landesstraße sei geplant, den Verkehr weiträumig aus Gemünden umzuleiten. (bs)

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