Symbolischer Spatenstich

DRK baut neue Rettungswache in Lehnhausen

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Spatenstich für den Bau der neuen DRK-Rettungswache in Lehnhausen.

Lehnhausen. Für 650.000 Euro baut der DRK-Kreisverband Frankenberg eine neue Rettungswache bei Gemünden-Lehnhausen. Sie soll in vier Monaten fertig sein. 

Der Bagger ist vor Ort, die Fläche für die Bodenplatte geschottert: Im Gemündener Ortsteil Lehnhausen haben am Donnerstag die Arbeiten zum Bau einer DRK-Rettungswache begonnen. Der DRK-Kreisverband investiert dafür rund 650 000 Euro.

„Wir begrüßen außerordentlich, dass der Landkreis sich einer Verbesserung der Rettungsdienst-Versorgung widmet“, sagte Karl-Friedrich Frese in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes. Im südöstlichen Teil des Landkreises, zwischen Rosenthal, Frankenberg, Gemünden und Haina/Kloster gelegen, werde nicht nur die Rettungsdienst-Versorgung deutlich verbessert, sondern es würden auch zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.

„Die Lage ist einfach richtig“, sagte Gerhard Biederbick als Fachdienstleiter für den Rettungsdienst in Waldeck-Frankenberg. Seit seinem Dienstantritt im Jahr 2000 sei die Zahl der Rettungseinsätze von 22 000 auf nun fast 32 000 gestiegen. Dies habe man bisher durch „organisatorische Maßnahmen“ aufzufangen versucht. Nun aber sei die Entscheidung gefallen, vier weitere Rettungswachen zu bauen.

Eine neue Wache in Volkmarsen-Herbsen sei vor vier Wochen in Betrieb gegangen. Lehnhausen solle möglichst in vier Monaten fertig sein, sagte Biederbick. Eine weitere Rettungswache wird in Herzhausen gebaut. Ein vierter Standort ist noch offen. Spekulationen lehnten Karl-Friedrich Frese und Opper vom DRK-Kreisverband ab. „Äpfel kann man erst essen, wenn sie reif sind“, sagte Rainer Opper auf Nachfrage der HNA.

Die Standort-Frage der Rettungswachen hat bereits für einigen Unmut gesorgt. So blieb die Stadt Rosenthal dem Termin in Lehnhausen fern. „Aus Rosenthaler Sicht ist es der falsche Standort“, sagte Karl-Friedrich Frese. Rosenthals Bürgermeister Waßmuth war gestern urlaubsbedingt nicht zu erreichen.

„Es geht hier nicht um wünsch´ dir was“, sagte Gemündens Bürgermeister Frank Gleim. Die Standortfrage sei so entschieden worden, dass die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist für möglichst viele Ortsteile der Kommunen Frankenberg, Rosenthal, Haina-Kloster und Gemünden eingehalten werden könnten. Erfreut äußerte sich Gleim darüber, dass mit der Baufirma Zarges und dem Baggerbetrieb Grebing heimische Firmen von den Aufträgen profitieren.

40 neue Arbeitsplätze

Laut Christian Neuhaus, Leiter des DRK-Rettungsdienstes, wird die neue Wache im Zweischicht-System jeweils mit zwei bis drei Fachkräften besetzt sein. Kreisweit werden rund 40 neue Arbeitsplätze im Rettungsdienst geschaffen.

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