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Erlebnispfad in Gemünden soll auf Vordermann gebracht werden

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Von: Klaus Jungheim

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Wehr am Mühlgraben: Dieses Dokument früherer Bewässerungstechnik entlang des Kunst- und Erlebnispfads in Gemünden soll ebenfalls erneuert werden. Auch dies soll im Ausschuss diskutiert werden.
Wehr am Mühlgraben: Dieses Dokument früherer Bewässerungstechnik entlang des Kunst- und Erlebnispfads in Gemünden soll ebenfalls erneuert werden. Auch dies soll im Ausschuss diskutiert werden. © Jungheim, Klaus

Der Kunst- und Erlebnispfad in Gemünden ist ein Sanierungsfall. Ein Parlaments-Ausschuss soll Details zur Sanierung klären.

Gemünden – Sonntag, 10. August 2008: Der Kunst- und Erlebnispfad in Gemünden wird eingeweiht. Viele Jahre erfreute er Einheimische ebenso wie Gäste von außerhalb. Der 2,3 Kilometer lange Parcours ist inzwischen aber in die Jahre gekommen. Deshalb soll er wieder auf Vordermann gebracht werden.

Mit diesem Thema wird sich zunächst der Ausschuss für Jugend, Senioren, Sport, Kultur und Stadtentwicklung der Stadtverordnetenversammlung beschäftigen. Dabei sollen Detailfragen geklärt werden – darunter auch die Finanzierung. Dies beschloss das Parlament einmütig während seiner Sitzung im DGH Grüsen, und zwar auf Vorschlag der Bürgerliste.

Den eigentlichen Anstoß zu einer Sanierung und Instandhaltung des Kunst- und Erlebnispfades Gemünden gab am Mittwochabend ein gemeinsamer Antrag von CDU und SPD. Vertreter beider Parteien hatten sich im Vorfeld bei einem gemeinsamen Rundgang ein Bild von dem Zustand des Pfades gemacht. Wilfried Golde (SPD): „Die Beschilderung ist stark verschmutzt, teils unleserlich oder fehlt ganz. Die Fitness-Stationen sind in einem desolaten Zustand, einzelne Geräte fehlen komplett. Das Wassertretbecken ist nicht nutzbar, einzelne Felder des Barfußpfades sind kaputt.“

Beschilderung am Erlebnispfad Gemünden: Sie ist stark verschmutzt und schlecht bis gar nicht mehr lesbar.
Beschilderung: Sie ist stark verschmutzt und schlecht bis gar nicht mehr lesbar. © Jungheim, Klaus

Katharina Tils (CDU) betonte: „Der Kunst- und Erlebnispfad ist ein Alleinstellungsmerkmal für Gemünden.“

Die Bürgerliste begrüßte den CDU/SPD-Antrag. Ihr Sprecher Markus Bornmann: „Eine Beteiligung beispielsweise von Eltern, wie von Frau Tils angedacht, wäre eine gute Sache. Die Stadt könnte einen Aktionstag auf die Beine stellen.“ Es müssten aber im Vorfeld noch einige Details geklärt werden – neben der Finanzierung beispielsweise auch Patenschaften von Ehrenamtlichen für den Pfad, wie von der SPD vorgeschlagen wurde: „So etwas gab es schon, hatte aber nicht so viel gebracht.“

Katharina Tils bezeichnete den Vorschlag für einen Aktionstag als „Super-Idee“.

Wilfried Golde unterstrich, „sich für Sanierungsmaßnahmen nicht von Vandalismus entlang des Pfads abschrecken zu lassen“. Der SPD-Sprecher bot Eigenleistungen seiner Partei und der CDU bei der Instandsetzung des Barfußpfads an.

Aktiv in der Projekt-Arbeit für den Pfad waren früher auch Schüler der örtlichen Cornelia-Funke-Schule. Daran erinnerte Bürgermeister Gleim. Dies sei inzwischen „weggebrochen“. Er kündigte an, sich für eine Wiederaufnahme mit der Schulleitung in Verbindung zu setzen. (Klaus Jungheim)

Abwechslungsreiches Erlebnis für die Familie

Die Erkundung des 2,3 Kilometer langen Parcours mit 60 Stationen ist ein abwechslungsreiches Erlebnis für die ganze Familie. Erfahrungen mit Wasser können gemacht und kleine sportliche Herausforderungen angegangen werden. Bänke laden auf dem Kunst- und Erlebnispfad zum Verweilen ein, der Spaziergänger erhält Infos über die Lebens- und Wachstumsbedingungen von Pflanzen und zur (Kultur)Geschichte der Stadt – wenn auch inzwischen schlecht bis gar nicht mehr lesbar. Gratis ist auch das Betrachten der den Weg säumenden Kunstobjekte. Die Reise beginnt am Alten Bahnhof und führt auf zwei Abschnitten über Kälberborn und Neustadtstraße zur Wohra und weiter flussabwärts bis zur Aumühle. (jun)

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