Einziger Kandidat

81 Prozent: Frank Gleim bleibt Bürgermeister in Gemünden

Stießen mit Sekt auf den Wahlerfolg an: Frank Gleim und Ehefrau Christel im Gemündener Rathaus.
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Stießen mit Sekt auf den Wahlerfolg an: Frank Gleim und Ehefrau Christel im Gemündener Rathaus.

Frank Gleim bleibt Bürgermeister in Gemünden. Bei der Direktwahl am Sonntag erhielt Gleim als einziger Kandidat 81,03 Prozent Ja-Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 41,42 Prozent.

Gemünden - Die Spannung hielt sich in Grenzen und war – wenn überhaupt – nur von kurzer Dauer: Schon um 18.20 Uhr am Sonntagabend durfte Gemündens Bürgermeister Frank Gleim mit Ehefrau Christel auf seine Wiederwahl als Stadtoberhaupt der Wohrastadt anstoßen.

Da stand das Wahlergebnis schon fest, da hatten ihm die Wähler bereits das Vertrauen ausgesprochen: 81,03 Prozent der 3022 Wahlberechtigten in den sieben Wahlbezirken plus Briefwahl stimmten für Gleim. Die Wahlbeteiligung lag bei 41,42 Prozent. Bei der Wahl vor sechs Jahren mit dem Frankenberger Rainer Hesse als Gegenkandidaten war Gleim auf 72,9 Prozent der Stimmen gekommen.

Die ersten Glückwünsche vom Ersten Stadtrat Markus Bornmann gab es sogar schon einige Minuten früher: Nach Bekanntgabe der Ergebnisse der Briefwahl um 18.14 Uhr war Gleim der Bürgermeistersessel schon nicht mehr zu nehmen. Bei der Briefwahl hatten 302 Wähler für den Amtsinhaber gestimmt.

Schon fünf Minuten nach Schließung der Wahllokale hatte Sehlen das erste Ergebnis geliefert, nur eine Minute später folgte Grüsen. Fast zeitgleich liefen die Wahlergebnisse aus Ellnrode/Herbelhausen und Lehnhausen ein. da war es gerade mal 18.08 Uhr. Das Ergebnis aus Schiffelbach kam um 18.13 Uhr, nur die offiziellen Zahlen aus der Kernstadt mit den meisten Wählern ließen bis 18.31 Uhr auf sich warten. Bis dahin waren die Wahlergebnisse aber längst bis ins Rathaus vorgedrungen.

Das Rathaus in Gemünden: In diesem Fachwerkhaus hat die Stadtverwaltung ihren Sitz.

Am 1. Januar 2021 wird der 54-Jährige für die nächsten sechs Jahre nun seine dritte Amtszeit antreten. Gleim ist bereits seit 2009 Bürgermeister in der Wohrastadt. Damals trat er die Nachfolge von Rainer Opper an. Gleim war als unabhängiger Kandidat ins Rennen gegangen, er ist aber Mitglied der Bürgerliste Gemünden. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

Um 17.45 Uhr war Frank Gleim einer der letzten Wähler, der zusammen mit Ehefrau Christel im Bürgerhaus an die Wahlurne trat. Da hatte er sich noch ein Ergebnis von „mehr als 50 Prozent“ gewünscht und eine Wahlbeteiligung von etwa 30 Prozent erwartet.

Nach den Auszählungen war Gleim die Freude über das Wahlergebnis anzusehen. „81,03 Prozent der Stimmen sind ein eindrucksvolles Ergebnis, eine Bestätigung meiner Arbeit und eine Anerkennung aus der Bürgerschaft“, analysierte der alte und neue Bürgermeister. Erfreut äußerte er sich auch über die „hohe Wahlbeteiligung trotz der Corona-Pandemie, trotz eines fehlenden Gegenkandidaten und trotz des schlechten Wetters“.

Einer der – wegen Corona – nur wenigen Gratulanten im Rathaus war Hans-Hermann Faust, der Fraktionsvorsitzende der Bürgerliste Gemünden. „Ein sehr starkes Ergebnis, das die Arbeit des Bürgermeisters widerspiegelt“, kommentierte der Stadtverordnete den Wahlausgang. „Die Bürgerliste freut sich schon auf die weitere konstruktive Zusammenarbeit in den kommenden sechs Jahren“, sagte Faust.

Frank Gleim war im September 2008 erstmals zum Bürgermeister gewählt worden. Damals gewann er die Stichwahl mit 53 Prozent gegen Matthias Lückel (CDU). Im Juli 2014 hatte sich Gleim mit 72,9 Prozent gegen den CDU-Kandidaten Rainer Hesse (27,1 Prozent) durchgesetzt.

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