Gemünden feierte Städtepartnerschaft in vier Sprachen

Gedenken an Partnerschaftsgründer: Anita Thursar aus Gemünden legte gemeinsam mit den Vorsitzenden der anderen Partnerschaftsvereinigungen Derek Adams (Coniston), Marc Enaux (Illiers-Combray und Mario Giannantonio (Anversa) einen Kranz nieder. Foto:  zve

Gemünden/Illiers-Combray. Die 40-jährige Partnerschaft zwischen Gemünden-Wohra und Illiers-Combray wurde zu einem großen europäischen Fest: Neben der Delegation aus der Wohrastadt trafen sich in dem französischen Proust-Städtchen im Département Eure-et-Loir auch Vertreter der Partnerkommunen aus Italien und England.

Da war Anita Thursar, Präsidentin des Gemündener Partnerschaftsvereins, als Übersetzerin beim Festakt im großen Festsaal mit 200 Menschen besonders gefragt. Und auch Gemündens Bürgermeister Frank Gleim erhielt jubelnden Beifall, als er in vier Sprachen versicherte: „Wir sind Freunde!“

Von allen Gebäuden, auch vom Kirchturm, wehten die Fahnen der vier teilnehmenden Nationen und ihre Nationalhymnen erklangen, als die Reisegruppen in Illiers-Combray eintrafen. Im Festsaal wurden die Gäste von Marc Enaux herzlich willkommen geheißen. Er freute sich besonders darüber, dass viele junge Leute gekommen waren, die „Garanten für das Fortbestehen unserer Partnerschaft“, wie er meinte.

Im Zeichen des Gedenkens und der Versöhnung stand ein Besuch am Grab von Jean Seutin, der in deutscher Kriegsgefangenschaft als Zwangsarbeiter eingesetzt war. Später war er Mitbegründer der Partnerschaft ebenso wie sein Freund, der heute 93-jährige Lucien Grenier, der drei Jahre in Rostock Zwangsarbeit leisten musste und nur überlebte, weil sich eine deutsche Krankenschwester für ihn eingesetzt hat. (zve)

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