Gemeinsame Trinkwasserversorgung ab 2019 das Ziel

Gemünden und Haina zeigen Einigkeit in der neuen Wasser-Verbandsversammlung

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Hand in Hand: Mit den Vorsitzendem Gerhard Bornscheuer (Haina, links) und seinem Stellvertreter Werner Gleim (Gemünden) an der  Spitze will sich die Verbandsversammlung des neuen Wasserversorgungszweckverbands Gemünden/ Haina für die gemeinsame Trinkwasserversorgung der beiden Nachbarkommunen einsetzen. 

Gemünden/Haina. Einen Schritt weiter sind die Stadt Gemünden und die Gemeinde Haina bei ihrem Ziel, ab Januar 2019 die Trinkwasserversorgung der beiden Kommunen gemeinsam zu organisieren.

Am Mittwoch konstituierte sich die Verbandsversammlung des neuen Wasserversorgungszweckverbands Gemünden/Haina.

Die Verbandsversammlung des neuen Wasserversorgungszweckverbandes Gemünden/Haina (WVZV) hat ihre Arbeit aufgenommen. In ihrer konstituierenden Sitzung einigten sich die jeweils vier Vertreter aus der Gemeinde Haina und der Stadt Gemünden auf die Besetzung der Vorstandsposten und das weitere Vorgehen.

Die Hainaer Vertreter schlugen Gerhard Bornscheuer für den Versammlungsvorsitz vor. Er habe als langjähriger Kommunalpolitiker und als Ingenieur bei Vitos Haina das Fachwissen, argumentierte Carsten Buch (Haina).

Mit Werner Gleim, der 20 Jahre lang an der Spitze der Versammlung des bisherigen Wasserleitungszweckverbands Gemünden-Bunstruth stand und beruflich mit Wasserversorgungszweckverbänden im Regierungspräsidium befasst war, hatten die Gemündener ebenfalls einen Fachmann für den Posten. Werner Gleim selbst war aber mit dem Amt des 2. Vorsitzenden einverstanden. „Ich freue mich, dass wir nach langen Diskussionen nun so weit sind, dass beide Kommunen gemeinsam dafür sorgen, dass die Bürger gutes Trinkwasser bekommen“, sagte er.

Die Versammlung wählte einstimmig Bornscheuer als Vorsitzenden und Gleim als Stellvertreter. Die beiden Vorsitzenden waren sich einig: Sie wollen im Team arbeiten und die Erfahrungen des anderen einbeziehen. In der nächsten Legislaturperiode soll der Vorsitz nach Gemünden gehen. Dann wird auch im Verbandsvorstand die Position des Vorsitzenden wechseln. Derzeit ist Gemündens Bürgermeister Frank Gleim Vorsitzender, sein Hainaer Amtskollege Alexander Köhler dessen Stellvertreter.

Der Vorstand bereitet, wie auch der Magistrat oder Gemeindevorstand, Entscheidungen vor – etwa wie die künftige Wasserversorgung gestaltet wird, wie die Satzung aussehen und wie hoch die Wassergebühr sein soll. Zu Vorstandssitzungen können auch die Versammlungsvorsitzenden hinzukommen.

Die Verbandsversammlung traf nach ihrer Konstituierung die ersten Entscheidungen:

• Der Verbandsvorstand soll Verhandlungen mit der Energiegesellschaft Frankenberg (EGF) aufnehmen, mit dem Ziel, dass diese die kaufmännische Betriebsführung des neune WVZV übernimmt. Die EGF erledigt bereits die technische Seite der Wasserversorgung in beiden Kommunen.

• Die neue Wasserversorgungssatzung wird derzeit erarbeitet und soll zum 1. Janaur 2019 in Kraft treten. Bis dahin bleiben die Satzungen der Gemeinde Haina, der Stadt Gemünden und des Wasserleitungszweckverbands Gemünden Bunstruth in Kraft. 

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