Gemündener brauen ihr Bier selbst

Brauen in Gemünden das Osterbacher Bier: Michael Lapp (links) mit einem hellen „Junkern-Pils“ und Sven Riehl mit einem dunklen Bier, genannt „das Urige“. Foto: Hoffmeister

Helles Junkern-Pils und das dunkle "Urige": In Gemünden ist "Osterbacher" Bier kein Geheimtipp mehr. Sven Riehl und Michael Lapp betreiben seit zwei Jahren eine Privatbrauerei.

Gemünden. Das Geschäftmodell klingt einfach und schlüssig: „Wir wollen gutes Bier brauen, das man in netter Gesellschaft trinkt“, sagt Sven Riehl. „Nicht die Flasche Bier, die man während der Sportschau allein vor dem Fernseher verkostet.“

„Wir verkaufen hauptsächlich Zehn-Liter-Fässer an Privatkunden. Wem das zu viel ist, dem sage ich: Dann lädst du uns halt ein und wir nehmen anschließend das leere Fass wieder mit“, fügt Michael Lapp lachend hinzu.

Seit gut zwei Jahren betreiben die beiden Cousins in Gemünden eine Privatbrauerei. „Michael braut schon seit 15 Jahren Bier. Mein erstes Selbstgebrautes gab es zu meinem Geburtstag 2012“, sagt Sven Riehl. Davon seien alle Gäste begeistert gewesen. Und sie wollten mehr.

Aus dem ursprünglichen Hobby der beiden Männer ist ein arbeitsreicher Zweitberuf geworden. 48 von 52 Samstagen im Jahr, schätzen sie, gehen dafür drauf. „Den Sud zu kochen, dauert elf bis zwölf Stunden. Dann kommt das Schlauchen und schließlich nochmal fünf bis sechs Stunden für das Abfüllen“, erklärt Sven Riehl.

98 Hektoliter Bier - also 9800 Liter - haben Lapp und Riehl im vergangenen Jahr verkauft. Inzwischen gibt es mehrere Sorten. Schon bald nach dem hellen „Junkern-Pils“ kam das dunkle „Urige“, das sich zu einem Renner entwickelt hat. In diesem Sommer ergänzte ein Weizenbier das Sortiment. „Schon während wir abfüllen, stehen die Leute Schlange“, erzählt Lapp.

Während der Wintermonate hat die Privatbrauerei ein Bock-Bier mit stärkerem Alkoholgehalt (7,2 Prozent) im Programm. Seit kurzer Zeit wird das „Osterbacher“ auch als Flaschenbier angeboten.

Kapazitätsmäßig sind Michael Lapp und Sven Riehl am Limit angekommen. „Wir könnten den Geschmack verschlechtern, indem wir die Lagerzeit verkürzen. Das wollen wir aber nicht“, betont Riehl.

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Service:

Wer das „Osterbacher“ zu einem besonderen Anlass ausschenken möchte, der sollte sich etwa drei Monate vor dem Termin bei den beiden Brauern in Gemünden melden. Angeboten wird das Bier in Fässern zwischen 10 und 50 Litern Fassungsvermögen, in begrenztem Umfang auch in Flaschen.

Kontakt: Sven Riehl und Michael Lapp, Untertor 1, 35285 Gemünden/Wohra, Telefon 0152/533 059 23, E-Mail: info@osterbachbrauerei.de, www.osterbachbrauerei.de (off)

Von Thomas Hoffmeister

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