Gemündener Sporthalle wird Notunterkunft für Hunderte Flüchtlinge

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Wird Notunterkunft für Flüchtlinge: Die Sport- und Kulturhalle in Gemünden. 

Gemünden. Die Sport- und Kulturhalle in Gemünden wird eine der drei Notunterkünfte für Flüchtlinge im Landkreis. Das haben Kreisspitze, Bürgermeister und Fachleute aus Verwaltung und Behörden am Mittwoch entschieden.

Außerdem sollen Flüchtlingsunterkünfte für hunderte Menschen in der Sporthalle der Nicolai-Schule sowie der benachbarten städtischen Turnhalle und der Stadthalle in Mengeringhausen sowie in der Sporthalle bei den Beruflichen Schulen in Korbach eingerichtet werden.

Hintergrund: Das Land Hessen wird dem Landkreis Waldeck-Frankenberg kurzfristig, das bedeutet bereits innerhalb der nächsten Stunden, wie der Landkreis am Mittwochabend mitgeteilt hat, eine große Anzahl an Flüchtlingen unter den Bedingungen des Katastrophenschutzes zuweisen. Der Landkreis ist angehalten, bis zu 1000 Plätze vorzuhalten. Diese sollen möglichst an zwei Standorten untergebracht werden.

Die Unterkünfte werden als Notfallunterkunft für das Land betrieben. Nach intensiven Beratungen sei die Entscheidung auf die drei genannten Standorte in Gemünden, Mengeringhausen und Korbach gefallen. Sie seien von der Größe, der Aufnahmekapazität und der Infrastruktur für eine kurzfristige Belegung geeignet.

Mit der Einrichtung der Hallen werde umgehend begonnen. Der Landkreis hat gemäß dem Einsatzbefehl des Landes einen Meldepunkt eingerichtet, der 24 Stunden besetzt ist, so dass die Kommunikation auf allen Ebenen gesichert wird.

Landrat Dr. Reinhard Kubat appelliert an das Verständnis Bürger. „Die Zuweisung von Flüchtlingen stellt uns vor große soziale und humanitäre Herausforderungen, die wir nur gemeinsam und in gegenseitigem Einverständnis lösen können. Die Standorte für die drei Notunterkünfte wurden nach verschiedenen Kriterien ausgesucht, vor allem musste eine schnelle Belegbarkeit möglich sein“.

Über diese Sonderzuweisung hinaus, muss der Landkreis auch noch ein wöchentliches Kontingent an Flüchtlingen unterbringen. Der Landrat betonte, dass dies auf der Basis der Verwaltungsvereinbarung des Landkreises mit seinen Städten und Gemeinden gut funktioniere. Bislang sei in jeder Woche ausreichender Wohnraum vorhanden gewesen.

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