Gemündens neuer Pfarrer Martin Jung liebt den Austausch mit den Menschen

Ohne Musik geht für ihn nichts: Martin Jung war begeistert, als er die Orgel in der Gemündener Kirche zum ersten Mal sah. Der 29-Jährige ist seit 1. November als Pfarrer in der Wohra-Stadt tätig. Am Sonntag wird er offiziell vorgestellt. Foto: Daum

Gemünden. Am Sonntag wird Gemündens neuer Pfarrer Martin Jung offiziell in der Kirchengemeinde Gemünden-Bunstruth vorgestellt. Die HNA hat sich schon vorher mit ihm getroffen und unter anderem herausgefunden, dass sein Nachname nicht das Einstellungskriterium war.

„Es ist außergewöhnlich aber gleichzeitig auch reiner Zufall, dass es in der Gemeinde so häufig den Namen ,Jung’ gibt“, sagt der Pfarrer mit Blick auf seine Vorgängerin Christina Jung und Hilmar Jung, der Pfarrer in Grüsen und Mohnhausen ist. Verwandt sei er jedenfalls mit keinem von beiden.

Der 29-Jährige ist seit dem 1. November auf einer halben Pfarrstelle in der Kirchengemeinde Gemünden-Bunstruth als Seelsorger tätig. Sein Aufgabengebiet wird vornehmlich Schiffelbach sein, wenngleich er auch in der Kernstadt arbeiten wird. Am Sonntag wird Jung in einem Gottesdienst, der um 14 Uhr in der Kirche in Gemünden beginnt, offiziell vorgestellt.

Martin Jung ist im hessischen Bad Soden-Salmünster im Main-Kinzig-Kreis geboren und wuchs im benachbarten Dorf Weilers, einem kleinen Stadtteil von Wächtersbach, auf. Es gab zwei wesentliche Lebensphasen, die Jung so sehr prägten, dass er sich entschied, das Studium der Theologie aufzunehmen. „Zum einen habe ich mich in der Schule in der Oberstufe gerne mit literarischen, theologischen und philosophischen Themen auseinandergesetzt. Auf der anderen Seite war ich in Wächtersbach zunächst mit dem Pfarrerssohn und später mit der gesamten Pfarrersfamilie gut befreundet. Die Freundschaft entstand, als ich in den Gospelchor der Kirchengemeinde eingetreten bin“, berichtet Martin Jung. „Ich habe während der Auftritte des Chors den Beruf des Pfarrers auch immer live miterleben können.“

Der 29-Jährige ist überzeugt davon, dass sich Glaube und Religion wunderbar über die Musik vermitteln lassen. Als er die Orgel in der Gemündener Kirche, die vor nicht allzu langer Zeit restauriert wurde, zum ersten Mal sah, war er begeistert. „Das Kircheninnere ist wunderschön und bietet zahlreiche Möglichkeiten für Gottesdienste, bei denen die Musik einen wichtigen Teil einnimmt. Ich weiß zudem, dass die Kirchengemeinde sehr musikalisch ist.“

Durch seine enge Freundschaft zur Pfarrersfamilie in Wächtersbach hat Martin Jung häufig Menschen im Pfarrhaus getroffen, mit denen er auch das eine oder andere Mal ins Gespräch gekommen ist. „Ich liebe es, mit Menschen zu kommunizieren, mich mit ihnen über Gott und ihren Glauben auszutauschen und auch mit ihnen zu diskutieren“, sagt der 29-Jährige. Diesen engen Austausch habe er auch schon als Jugendlicher auf den vom Pfarrhaus in Wächtersbach organisierten Fahrten nach Taizé genossen.

Von Philipp Daum

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