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Hilfsaktionen für Menschen aus Ukraine in Gemünden gut angelaufen

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Von: Martina Biedenbach

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Hand in Hand: Sie sortieren die gespendete Kleidung (von links): die gerade aus der Ukraine geflohene Tamara Stratiichuk, ihre Tochter Iryna Schembajew, Christel Gleim, Organisatorin Beatrice Fedorenko und Maja Stehl.
Hand in Hand: Sie sortieren die gespendete Kleidung (von links): die gerade aus der Ukraine geflohene Tamara Stratiichuk, ihre Tochter Iryna Schembajew, Christel Gleim, Organisatorin Beatrice Fedorenko und Maja Stehl. © Martina Biedenbach

Viele Sachspenden, viele freiwillige Kräfte: Die Hilfsaktion für Flüchtlinge aus Ukraine ist in Gemünden (Landkreis Waldeck-Frankenberg) gut angelaufen.

Gemünden – Kaum ist ein Auto mit Sachspenden für Geflüchtete aus der Ukraine am ehemaligen Verwaltungsgebäude der Firma Geka in der Industriestraße/Struthweg in Gemünden angekommen, stehen schon Männer bereit und helfen beim Ausladen. In der Sammelstelle sortieren weitere Freiwillige auf zwei Etagen die Hilfsgüter.

28 Helfer unterstützen alleine am Samstag die Hilfsaktion, die von der Gemündener Familie Fedorenko initiiert und von der Stadt Gemünden begleitet wird. „Über private Kontakte und Gruppen in sozialen Medien haben die Helfer sich verständigt“, sagt Gemündens Bürgermeister Frank Gleim. Auch die Spendenbereitschaft sei enorm..

In der unteren Etage des von der Gemündener Familie Johann Herzog kostenlos zur Verfügung gestellten Gebäudes werden Möbel und Hausrat gesammelt. Ebenso Sanitärartikel für den Weitertransport an die ukrainisch-polnische Grenze. Dafür werden noch weitere Hygieneartikel, Verbandszeug, Konserven und Artikel rund ums Baby gebraucht.

Transporter voller Spenden: (von links) Bürgermeister Frank Gleim, Max Fedorenko und Stadtverordnetenvorsteher Harald Stehl beim Ausladen.
Transporter voller Spenden: (von links) Bürgermeister Frank Gleim, Max Fedorenko und Stadtverordnetenvorsteher Harald Stehl beim Ausladen. © Martina Biedenbach

Im ersten Stock sortieren Frauen Kleidung und Schuhe. „Alles wird gebraucht. Die Geflüchteten, meist Frauen und Kinder, kommen nur mit einem kleinen Koffer“, sagt Beatrice Fedorenko. Die 22-Jährige koordiniert die Spendenaktion. Bei ihr kann man Spenden, insbesondere Möbel, anmelden. Sie informiert auch über Abgabetermine.

Bei den Sortierarbeiten helfen gerade angekommene Flüchtlinge mit, wie etwa die Mutter und Schwester der seit einigen Jahren bereits in Gemünden lebenden Iryna Schembajew (33). „Sie fühlen sich besser, wenn sie etwas tun können. Und sie werden so von den Erlebnissen der Flucht und der Sorge um die in der Ukraine Verbliebenen abgelenkt“, sagt sie.

Die in der Gemündener Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien, CDU, SPD und Bürgerliste, eröffnen ein Spendenkonto, informiert Stadtverordnetenvorsteher Harald Stehl. Es soll ab Mitte der Woche zur Verfügung stehen (Infos auf Homepage der Stadt). Die Parteien können Spendenquittungen ausstellen. Das Geld soll für die Versorgung der Ukraine-Flüchtlinge im Bereich Gemünden genutzt werden. Ein Gremium mit Stehl, dem Bürgermeister, Vertretern der Parteien und Alevtina Fedorenko entscheidet, wofür das Geld verwendet wird. Gleim nennt ein Beispiel: „Ich habe gerade den Schlüssel für ein Haus bekommen, wo wir Leute unterbringen können, dort muss der Öltank befüllt werden.“ (Martina Biedenbach )

Infos und Kontakt

: Sachspendenabgabe heute bis Mittwoch, jeweils 16 bis 20 Uhr, möglich. Koordinatorin Beatrice Fedorenko, Tel. 01 52/54 86 45 61, Homepage Stadt: gemuenden-wohra.de

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