Aktion von Stadt und Gemeinschaftspraxis

Impf-Offensive in Gemünden: 250 Menschen an einem Tag

Rund 250 Personen wurden am Mittwoch in der Sport-und Kulturhalle Gemünden gegen Corona geimpft.  Unser Bild zeigt, wie Enrico Olbrich aus Gemünden von Daniel Berg geimpft wird. Links Arzt Jochen Stenner, dazwischen die Fachangestellte Yvonne Winderlich.
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Rund 250 Menschen wurden am Mittwoch in der Sport-und Kulturhalle Gemünden gegen Corona geimpft. Unser Bild zeigt, wie Enrico Olbrich aus Gemünden von Daniel Berg geimpft wird. Links Arzt Jochen Stenner, dazwischen die Fachangestellte Yvonne Winderlich.

Die Stadt Gemünden und die örtliche Gemeinschaftspraxis Dr. Uffelmann/Stenner/Berg haben eine Impf-Offensive gegen das Coronavirus gestartet. Immer mittwochs wird nun in der Sport- und Kulturhalle geimpft.

Gemünden - „Wir sind froh über jeden, der geimpft ist“, sagt Bürgermeister Frank Gleim. Zusammen mit der ärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Uffelmann/Stenner/Berg hat die Stadt Gemünden eine Impf-Offensive gestartet: Jeden Mittwoch wird in einem abgetrennten Bereich der Sport- und Kulturhalle geimpft – im Schnitt zwölf Patienten pro Viertelstunde, aber nur mit Termin.

Das Team der Gemeinschaftspraxis ist mit zwei Ärzten sowie mehreren Fachangestellten vor Ort. Die Stadt stellt die Halle kostenlos zur Verfügung. „Es ist auch immer eine Person aus der Verwaltung mit dabei“, sagt Bürgermeister Gleim.

Man habe es zunächst in der nicht weit von der Sport- und Kulturhalle entfernten Gemeinschaftspraxis versucht, berichtet die Medizinische Fachangestellte Sarah Schmidtmann. Doch damit sei man schnell an Kapazitätsgrenzen gestoßen. Die impfwilligen Patienten müssen zunächst einen Fragebogen ausfüllen, dann folgen ein Gespräch mit dem Arzt und die eigentliche Impfung. Zum Schluss müssen die Geimpften noch eine Viertelstunde vor Ort bleiben, damit die Ärzte sehen, ob die Impfung gut vertragen wurde.

Abhängig von der Zahl der gelieferten Impfdosen

Für all das braucht man Platz, der in der Gemeinschaftspraxis nicht vorhanden ist. Sowohl die beiden Ärzte Jochen Stenner und Daniel Berg als auch Bürgermeister Frank Gleim freuen sich über die gefundene, unbürokratische Lösung. „Wie viele Menschen wir impfen können, hängt natürlich von der Menge der Impfdosen ab, die man uns zur Verfügung stellt“, sagt Hausarzt Stenner. Er kann sich gut vorstellen, dass „etwa 2000 Patienten“ dieser Praxis von dem Impfangebot Gebrauch machen. Am gestrigen Mittwoch waren es rund 250.

Corona-Impftermin in Gemünden: Die beiden Medizinischen Fachangestellten Helma Dorner (links) und Heidi Schmidt bereiten die Impfdosen vor.

„Die Finger wund gewählt“

Vor dem Impftermin hatten die Arzthelferinnen bereits viel Arbeit. „Wir haben uns die Finger wund gewählt“, berichtet die Fachangestellte Sarah Schmidtmann. Die meisten Patienten wollten nicht mit Astrazeneca geimpft werden. Hausarzt Stenner sind die Vorbehalte gegen den Astrazeneca-Impfstoff wohl bekannt, obwohl er die Bedenken nicht teilt: „Die ganze Welt impft weiter damit.“ In sehr seltenen Fällen seien bei jüngeren Frauen Sinusvenenthrombosen aufgetreten. „Es könnten sich viele jüngere Menschen überlegen, ob sie sich mit Astrazeneca impfen lassen wollen“, meint Stenner.

Kleiner Piks: Hausarzt Jochen Stenner impft Wilfried Theiss aus Gemünden.

Die Gemündener Hausärzte wollen bis zum Sommer möglichst viele Menschen immunisieren mit dem Ziel, dass diese möglichst bald wieder ein „normales Leben“ führen können. Geimpft werden derzeit überwiegend Angehörige der Priorisierungsgruppen 2 (über 70) und 3 (über 60) sowie Menschen, die beruflich gefährdet sind (wie Krankenschwestern und Altenpfleger) und Menschen mit Vorerkrankungen oder besonderen Risiken.

Sarah Schmidtmann hat eine Bitte: „Die Leute melden sich bei uns, weil sie geimpft werden wollen. Viele melden sich aber parallel auch in den Impfzentren an. Es wäre für uns eine große Erleichterung, wenn diese mehrfach erfassten Personen nach einer Impfung absagen würden.“

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