Kinder bilden ein "Greenteam"

Junges Greenpeace-Team aus Gemünden setzt sich für Umwelt ein

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Umweltschützer aus Gemünden: (von links) Franka Freitag, Celina Teske, Finn Freitag, Lara Naumann, Mira Gleim und Leonie Teske setzen sich für die Umwelt ein. Lara Naumann (Mitte) hält die Antwort der Welt-Zeitung auf einen Leserbrief. 

Gemünden. Eine Gruppe von Kindern engagiert sich in Gemünden für die Umwelt: das Greenpeace-Greenteam „Gemünden Umweltschützer“.

 „Wir brauchen mehr Unterstützung“, ruft Celina Teske zum Schutz der Umwelt auf und betont: „Viele Aktionen sind für Kinder schwer umzusetzen.“ Zusammen mit Finn Freitag, Franka Freitag, Lennart Boucsein, Leonie Teske, Lara Naumann und Mira Gleim bildet sie das Greenpeace-Greenteam „Gemünden Umweltschützer“ und setzt sich für ihre Zukunft ein.

In einem Schulheft las Finn Freitag vor knapp zwei Jahren zum ersten Mal etwas über die Gründung von Greenpeace-Greenteams. Es dauerte nicht lange bis der 13-Jährige – zusammen mit seiner Schwester Franka und Lennart Boucsein – sein eigenes Greenteam gründete: Die „Gemünden Umweltschützer“. Mittlerweile zählen sieben Kinder im Alter von zehn bis 13 Jahren zum Team. Franka Freitag hatte nämlich nach der Gründung mächtig die Werbetrommel gerührt und Freunde per Telefon auf das Team aufmerksam gemacht.

In dieser Zeit haben die jungen Umweltschützer schon einige Aktionen in die Tat umgesetzt. Dazu zählen der Bau von Vogelnistkästen, Müllsammeln in Gemünden, Unterschriftensammeln für verschiedene Projekte sowie das Verteilen von Meisenknödeln. Anlässlich des 500-jährigen Reformationstages schrieben die Kinder 14 Umweltthesen auf und verteilten diese an die Bürger. 

Die Thesen lauteten: „Fahre (wenn möglich) mit dem Fahrrad“, „Spare Strom“, „Werfe keinen Müll in die Natur“ und „Beteilige dich an Umweltaktionen“. An der Cornelia-Funke-Schule schlugen sie der Schulleitung vor, zukünftig Schnellhefter aus Pappe anstatt Plastik auf den Materialzettel für die erste Klasse zu schreiben. „Es macht Spaß, solche Aktionen durchzuführen“, sagt Gründer Finn Freitag und fügt hinzu: „Wenn jemand eine gute Idee hat, treffen wir uns und sprechen darüber.“

Trotz ihres jungen Alters haben die Kinder schon Visionen und Wünsche, was den Umweltschutz betrifft. Einigen geht es darum, „nicht so viel mit dem Auto zu fahren, sondern Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen“, erzählt Finn Freitag. Leonie Teske wünscht sich, dass auch der Einkauf auf diesem Weg erledigt wird. Franka Freitag hofft, dass die Leute dabei „so wenig Plastik wie möglich kaufen und den Müll richtig trennen“.

 Dass unter anderem Kaugummi-Papier „einfach auf den Boden geschmissen“ wird, sieht Lara Naumann fast täglich. Mira Gleim betont, den „Müll bis zum nächsten Mülleimer aufzuheben, um die Umwelt sauber zu halten“. Celina Teske wünscht sich, dass der Weg in den Urlaub „nicht mit dem Kreuzfahrtschiff oder Flugzeug zurückgelegt wird“, sondern die schönen Orte Deutschlands mit anderen Verkehrsmitteln erkundet werden. 

Hintergrund

Kinder im Alter von neun bis 14 Jahren, die sich für die Umwelt interessieren und einsetzen wollen, können – gemeinsam mit ihren Freunden – Greenpeace-Greenteams gründen. Egal ob das Team kleine oder große Aktionen durchführt, Lösungen haben sie alle im Gepäck. Durch Unterschriftensammeln, organisierte Sammelaktionen oder Partnerschaften für Bäume oder Tiere wollen die jungen Umweltschützer die Zukunft der Erde positiv mitgestalten. Eingetragene Greenteams sind bei Greenpeace gemeldet.  

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