Gemeindevorstand rät, Umorganisation nicht zuzustimmen

Geplante Neuregelung: Kippt Haina Gemündens Wasserpläne?

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Haina/Gemünden. Von der geplanten Neuregelung der Wasserversorgung in der Bunstruth profitiere nur Gemünden, sagt der Hainaer Gemeindevorstand und lehnt die Änderung ab.

Macht die Gemeinde Haina-Kloster der Stadt Gemünden bei ihren Plänen für einen einheitlichen Wasserpreis in allen Stadtteilen einen Strich durch die Rechnung? Der Hainaer Gemeindevorstand empfiehlt den Hainaer Gemeindevertretern, der geplanten Umorganisation im Wasserleitungszweckverband Gemünden-Bunstruth (WLZV) nicht zuzustimmen.

Wie berichtet, versorgt der Verband bisher die Gemündener Kernstadt und die Stadtteile Sehlen und Grüsen sowie die Hainaer Ortsteile Bockendorf und Halgehausen. Nun sollen auch die drei kleinen Gemündener Stadtteile Lehnhausen, Herbelhausen und Schiffelbach hinzukommen, die bisher von der Stadt ihr Wasser erhielten. Dazu muss der WLZV das entsprechende Wasserleitungsnetz kaufen - für zirka 420.000 Euro.

Diese Änderung erlaubt es der Stadt, in allen Stadtteilen die gleiche Wassergebühr von 2,12 Euro pro Kubikmeter zu erheben. Andernfalls müssten die Bewohner der drei kleinen Stadtteile mehr als 3,50 Euro zahlen. Denn dort ist die Versorgung, umgerechnet auf die wenigen Einwohner, teurer.

Der Wasserpreis von 2,12 würde auch für Halgehausen und Bockendorf gelten. Der Hainaer Gemeindevorstand sieht in dieser Änderungen zwar „keine direkten Nachteile“ für die beiden Hainaer Ortsteile, „jedoch liegen die Vorteile ausschließlich bei der Stadt Gemünden und dem Verband“, heißt es in der Erläuterung für die Gemeindevertreter.

Gemünden werde sein Defizit im Gebührenhaushalt los und könne den Bürgern dennoch einen moderaten Wasserpreis von 2,12 Euro bieten, während dies in der Gemeinde Haina nur in Bockendorf und Halgehausen der Fall sei. In den zehn anderen Ortsteilen werden 3,05 Euro pro Kubilmeter erhoben. Deshalb fordert der Gemeindevorstand, in Erwägung zu ziehen, dass alle Hainaer Ortsteile in den WLZV aufgenommen werden.

Mit dem Thema befassen sich der Hainaer Haupt- und Finanzausschuss am kommenden Montag (ab 20 Uhr in der Gemeindeverwaltung) und die Gemeindevertretung am Donnerstag, 16. April, (ab 20 Uhr, Alte Schule, Battenhausen). Sollte das Parlament dem Beschlussvorschlag des Gemeindevorstandes folgen, müsste der WLZV wieder neu beraten. Wie berichtet, hatte die Umstrukturierung schon für viele Diskussionen gesorgt.

Zudem müsste der Entwurf des WLZV-Haushaltes 2015 umgeschrieben werden, da er ebenso wie der schon verabschiedete Etat der Stadt Gemünden auf die geplante Änderung ausgerichtet ist. Der WLZV tagt am Freitag, 17. April (19.30 Uhr, Rathaus Gemünden).

Was der Gemündener Bürgermeister Frank Gleim zur Stellungnahme aus Haina sagt, das lesen Sie in der gedruckten Mittwochausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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- Gemünden diskutiert weiter über den Wasserpreis

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