Lebhaft, lustig und schwungvoll: Heeresmusikkorps gab Benefizkonzert

Zugabe mit Holz- und Blechblasinstrumenten: Die Kammermusik-Ensembles des Heeresmusikkorpsbegeisterten die Zuhörer mit feiner, wohl akzentuierter Vielfalt. Fotos: Moniac

Gemünden. Solche Töne gibt es in der Evangelischen Stadtkirche Gemünden nicht häufig zu hören: Zu Gast war zwar nicht das ganze Heeresmusikkorps Kassel.

Doch der Klang seiner drei Kammermusik-Ensembles (Gesamtleitung: Peter Cloos) füllte beim Benefizkonzert zugunsten behinderter Menschen in Waldeck-Frankenberg problemlos den Kirchenraum und begeisterte die Zuhörer mit feiner, wohl akzentuierter Vielfalt.

Nach den Begrüßungsworten von Pfarrer Hermann Noll und Bürgermeister Frank Gleim, dem Schirmherrn der Veranstaltung, begann der Beitrag des Blechbläserquintetts, das ganz klassisch aus zwei Trompeten, Waldhorn, Posaune und Tuba besteht.

Gespielt wurde eine gekürzte Version der Märchenoper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck, als schauspielerisch durchaus begabter Erzähler fungierte Andreas Alschinger.

Die Geschichte der beiden Kinder, die sich im Wald verirren und auf ein Hexenhäuschen treffen, kennt natürlich jeder. In der Oper ist sie allerdings leicht verändert, so lassen die Eltern ihre Kleinen zum Beispiel keineswegs allein zurück, sondern sind über deren Wegbleiben sehr besorgt.

Die Musik ist feinfühlig und zart, etwa beim bekannten „Abendsegen“, bei den Tanzeinlagen („Suse, liebe Suse“ oder „Brüderchen, komm tanz mit mir“) aber auch lebhaft, lustig und schwungvoll.

Als nächste Besetzung nahm das Klarinettenensemble auf den Stühlen im Altarraum Platz. Laut Moderator Alschinger wurde nun von der „E“, also der ernsten, zur so genannten „U“, also der Unterhaltungsmusik, gewechselt - eine Unterscheidung, die aber eigentlich nicht aufrecht zu erhalten sei.

Die sechs Musiker spielten zuerst das moderne, rhythmisch anspruchsvolle „Four Latin Lovers“ von Guido Rennert, dann das jazzige „Palladio“ des Iren Karl Jenkins und schließlich „Cinderellas Tanz“ aus dem Märchen Aschenputtel.

Von Marise Moniac

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