Am Montag kamen zwei Busse

Flüchtlinge haben Sport- und Kulturhalle in Gemünden verlassen

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Nach dem Auszug der Asylsuchenden: Mitarbeiter des DRK Gemünden, darunter Thomas Brieger (links) und Marius Christ, räumten die von den Flüchtlingen benutzten Matratzen am Montag aus der Sport- und Kulturhalle.

Gemünden. Früher als erwartet sind die Flüchtlinge aus der Sport- und Kultruhalle Gemünden ausgezogen. Am Montag kamen zwei Busse und holten die Asylsuchenden ab, um sie auf andere Unterkünfte in Hessen zu verteilen.

Die Sport- und Kulturhalle muss nun saniert werden, damit die Gemündener sie wieder nutzen können.

Bürgermeister Frank Gleim war insgesamt schon etwas überrascht, dass die Räumung der zuletzt noch mit 108 Flüchtlingen belegten Sport- und Kulturhalle nun doch so zügig über die Bühne ging. Am späten Montagvormittag waren die Asylsuchenden bereits mit zwei Bussen aus Gemünden abgeholt worden. Sie wurden auf andere Flüchtlingsunterkünfte in Hessen verteilt.

„Das ging schon recht schnell, dafür möchte ich mich an dieser Stelle bei den beteiligten Regierungspräsidien bedanken. Man muss allerdings auch eines deutlich sagen: Wir hatten dem Land Hessen mit der möglichen Bereitstellung der ehemaligen Geka-Gebäude als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge eine echte Alternative zur Sport- und Kulturhalle angeboten. Das Land hatte diese Alternative aber abgelehnt und stand aus unserer Sicht daher auch in der Bringschuld“, sagte der Gemündener Bürgermeister am Montag gegenüber der HNA.

Gleim sei sehr froh darüber, dass die Sport- und Kulturhalle demnächst wieder der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden könne. Die Betonung liege dabei aber auf dem Wort „demnächst“. In den kommenden Tagen wird genau festgelegt, bis wann die Infrastruktur der Erstaufnahmeeinrichtung komplett abgebaut werden soll. Das wird sicher in den nächsten Tagen passieren“, sagte der Rathaus-Chef.

Anschließend müsse die Sport- und Kulturhalle aber noch umfangreich saniert werden, denn die Beherbergung der Flüchtlinge habe Spuren hinterlassen. „Auf dem Plan steht nun erst einmal eine Begehung der Halle mit dem Hessischen Immobilienmanagement. Dabei wird genau geprüft, wie hoch der Sanierungs- und Instandhaltungsbedarf ist“, sagte Frank Gleim.

Dass die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in der Sport- und Kulturhalle nun aufgelöst wird, parallel aber auch keine neue Unterkunft in den Geka-Werken entsteht, bedeutet für Gemünden nun: Die Stadt muss ebenso wie alle anderen Kommunen in Waldeck-Frankenberg im Zuge des nach wie vor vorhandenen Flüchtlingsstroms in anderer Form laufend Wohnraum für Asylsuchende bereitstellen. „Das werden wir im Sinne der Solidargemeinschaft natürlich auch tun“, betonte der Bürgermeister.

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