Elferrats-Chefin Birgit Völker: „Wir verstecken uns nicht“

Nach Drama in Volkmarsen reduziertes Programm beim Gemündener Karneval

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Musikalische Superhelden: Wie hier als Batman oder Superman verkleidet, zog der Evangelische  Posaunenchor Gemünden beim Rathaus-Sturm auf.

Gemünden – Die Stimmung war zwar fröhlich – doch das Drama beim Rosenmontagszug in Volkmarsen sorgte am Dienstag beim Gemündener Karneval für ein reduziertes Programm.

 „Wir lassen uns nicht unterkriegen: Volkmarsen – wir denken an Euch“. Mit großen Buchstaben auf einem Plakat an der Rathaustür zeigten sich die Gemündener Karnevalisten solidarisch mit den Menschen in Nordwaldeck, wo am Montagnachmittag ein Autofahrer in eine Menschenmenge gerast war.

Der für Dienstag geplante Karnevalsumzug wurde in Gemünden daraufhin abgesagt. Der Rathaus-Sturm aber nicht. Dabei betonte die Chefin des Damen-Elferrats, Birgit Völker, dass „uns das Volkmarser Ereignis geschockt hat. Aber wir werden uns nicht verstecken. Wir halten zusammen“. Mehr als 100 Zuschauer – teils fantasievoll verkleidet und geschminkt – bestätigten dies: Sie feierten rund ums Rathaus zwar nicht ausgelassen, aber fröhlich.

Auch wenn der Umzug nicht stattfand, standen einige Motivwagen nahe des Rathauses, um sich zu präsentieren. So konnten sich auch die Kinder über Süßes freuen.

Das Motto des leicht abgespeckten Rathaus-Sturms lautete „Après-Ski“. Mit Pudelmütze und massiver Schutzbrille verkleidet, stellte Bürgermeister Frank Gleim von hoch oben aus einem Fenster dem „angreifenden“ Damen-Elferrat mit launigen Worten einige Aufgaben. Währenddessen schwebte Trockenschaum aus einer „Kanone“ auf die Narrenschar.

Schließlich musste der Verwaltungschef vor der „Übermacht“ die Segel streichen. Er „kapitulierte“ vor dem Damen-Elferrat. Ihrer Chefin Birgit Völker überreichte Gleim eine Urkunde und den gebackenen, symbolischen Schlüssel für das zur „Ratshütte“ umfunktionierte Rathaus.

VON KLAUS JUNGHEIM

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