Neue Rettungswache in Lehnhausen wurde eingeweiht

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Vor der neuen Wache: Architekt Oliver Sachs, Dr. Rudolf Alexi (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst des Landkreises), Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg, r Karl-Friedrich Frese (Erster Kreisbeigeordneter und DRK-Kreisvorsitzende), stv. DRK-Kreisvorsitzender Klaus Cronau, Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Sommer, Bürgermeister Frank Gleim, DRK-Kreisgeschäftsführer Christian Peter, Bürgermeister Hans Waßmuth und Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick.

Gemünden. Die neue Rettungswache bei Lehnhausen wurde offiziell eröffnet.

„Endlich gibt es wieder einen weißen Fleck auf der Karte weniger“, freute sich der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese. Es sei ein weiterer Schritt, damit wirkungsvolle Hilfe im Südkreis schneller dort ankomme, wo sie gebraucht werde.

Die in Hessen vorgeschriebene Frist von zehn Minuten zwischen dem Eingang eines Notrufs in der Leitstelle bis zum Eintreffen geeigneter Hilfskräfte am Einsatzort ist auch der Grund, warum die Rettungswache genau an dieser Stelle gebaut wurde. „Der entscheidende Faktor bei der Standortfindung ist immer die Hilfsfrist“, erklärte Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick und scherzte: „Der Aufwand beim Bau ist dabei egal.“

Damit spielte er auf die infrastrukturellen Herausforderungen beim Bau der Wache an, die an der Landesstraße 3077, unweit der Kreuzung zur Kreisstraße 99, liegt. Dort mussten erst ein neuer Strom- und Wasseranschluss gelegt und eine Klärgrube ausgehoben werden, bevor die Wache Anfang Februar in Betrieb genommen werden konnte. Auch die Funksituation sei noch verbesserungswürdig, so Biederbick. Da jedoch geplant sei, eine Basisstation in Willersdorf zu bauen, werde das bald besser.

Christian Peter, Geschäftsführer des Trägers DRK-Kreisverband Frankenberg, zeigte sich zufrieden mit der Bauzeit von August 2017 bis Februar 2018. Auch die Kosten lägen mit 695 000 Euro im Rahmen. Peter verwies auch darauf, dass es hier um die Sicherung sozialer Infrastruktur gehe: „Das ist sicherlich nicht der Standort, an dem die Kollegen rund um die Uhr unterwegs sind, aber jeder Mensch hat Anspruch auf die Versorgung mit Rettungsdiensten.“ Mit dem neuen Standort könnten Rosenthal, Gemünden und Teile von Haina und Frankenberg ideal erreicht werden. Zwei Mitarbeiter werden dort rund um die Uhr vor Ort im Einsatz sein.

Auch die Bürgermeister von Rosenthal und Frankenberg sind zufrieden mit der Lösung. „Wir haben uns in Rosenthal in der Vergangenheit bei der ärztlichen Versorgung abgehängt gefühlt. Diese Wache ist aber auch für Rosenthal gut“, erklärte Bürgermeister Hans Waßmuth. Die neue Rettungswache ist etwa vier Kilometer von der Rosenthaler Kernstadt entfernt. „Wir müssen uns auf allen politischen Ebenen weiter dafür einsetzen, dass wir den Anschluss auf dem Land nicht verlieren“, sagte Bürgermeister Frank Gleim.

Bereits in den vergangenen Monaten waren die neuen Rettungswachen in Herbsen und Herzhausen in Betrieb genommen worden. Als Nächstes soll in Allendorf-Eder eine neue Wache gebaut werden, eine Wache soll 2019 von Laisa nach Holzhausen verlegt werden. So sollen auch Bromskirchen und Hatzfeld schneller erreicht werden können.

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