Neues DRK-Wohnprojekt in Gemünden: Eröffnung am 1. April

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Neues Zuhause für Menschen aus Marburg sowie Gemünden und Umgebung: Die Arbeiten am DRK-Wohnprojekt am Steinweg 16/17 sind fast abgeschlossen. Am 1. April sollen Mieter, Betreuungsverein, Rechtsanwaltskanzlei und Berater einziehen.

Gemünden. Noch wird fleißig gehämmert und gebohrt, doch die Bauarbeiten am DRK-Wohnprojekt am Steinweg sind fast abgeschlossen.

Das müssen sie aus, denn: „Die Wohnungen sind alle zum 1. April vermietet“, sagt DRK-Geschäftsführer Christian Peter. Die Bau, der etwa 1,2 Millionen Euro gekostet hat, begann vor fast genau einem Jahr.

Helle Farben dominieren: (von links) DRK-Geschäftsführer Christian Peter, Architekt Andreas Chales-de-Beaulieu, DRK-Vorsitzender Dr. Rolf Bluttner und Bürgermeister Frank Gleim im Dachgeschoss.

Zehn Personen werden künftig in den zwei Ein-Zimmer-Wohnungen und vier Zwei-Zimmer-Wohnungen, für die man einen Wohnberechtigungsschein braucht, leben. 4,20 Euro Miete pro Quadratmeter kosten die zwischen 40 und 65 Quadratmeter großen Wohnungen. Der Großteil der Bewohner sind Senioren, zwei von ihnen aber auch jüngere Menschen mit Behinderung. Laut Peter werden sie alle von der Barrierefreiheit der Wohnungen profitieren.

Türen und Flure sind extra breit und der Boden in den Bädern inklusive Duschen ist flach. Die meisten Fenster sind bodentief und mit französischen Balkonen versehen. So sollen die Bewohner noch direkter am Stadtleben teilnehmen können. Dass diese das wollen, zeigt eine Anekdote, die Bürgermeister Frank Gleim erzählt. So habe sich eine ältere Dame extra eine Wohnung zum Steinweg hin ausgesucht, „damit sie etwas vom Leben mitbekommt“.

Neben den Wohnungen, gibt es eine Dachterrasse und einen 40 Quadratmeter großen Gemeinschaftsraum. Beide sollen allen Gemündenern als Begegnungsstätte dienen. „Der Gemeinschaftsraum kann etwa von Tagesmüttern oder lokalen Vereinen genutzt werden“, sagt Peter.

Auch vom Pflege-, Hilfe- und Beratungsangebot des DRK können die Bewohner und Gemündener ab 1. April Gebrauch machen. „Bei uns bekommt jeder Bewohner seinen Maßanzug“, sagt Peter. Der Betreuungsverein wird im Untergeschoss zum Steinweg hin auf der rechten Seite seinen Platz finden. In den Räumen sollen regelmäßig Schuldnerberatung, Mutter-Kind-Kur-Beratung und Migrations-Beratung angeboten werden. Links des Eingangs wird die Stadt einen Raum nutzen, im anderen wird eine Zweigstelle des Rechtsanwaltes Ralf A. Becker eröffnet.

Außerdem befindet sich im Untergeschoss der Heizungsraum mit dem Pufferspeicher für die Nahwärme. Laut Bürgermeister Gleim soll die Versorgung noch vor der nächsten Heizperiode beginnen. In der Zwischenzeit sorgt eine mobile Heizzentrale für wohlige Temperaturen.

Bei einer Besichtigung des DRK-Wohnprojektes am Donnerstag mit Kommunal-, Landes- und Bundespolitikern der CDU dankte Peter allen Beteiligten für die Zusammenarbeit auch über Parteigrenzen hinweg, damit der Bau umgesetzt werden konnte. Die politischen Vertreter wiesen wiederum auf den Modellcharakter des Projektes hin.

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