Problemzone Altstadtbereich

Straßensanierung im Steinweg: Sorge vor zu wenig Parkplätzen

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Enge Straße: Mit der Sanierung des Steinwegs in Gemünden soll in diesem Frühjahr begonnen werden. Allerdings gibt es noch Details zu klären. Dazu gehört unter anderem das Parkplatzproblem. Die Zahlen in der Visualisierung sind Meter-Angaben.

Gemünden. Ab diesem Frühjahr sollen in Gemünden Teilabschnitte in Steinweg, Lindenstraße, Wohraer Straße, Grüsener Straße und Hainstraße instandgesetzt werden.

Am Donnerstagabend rückte bei der Parlamentssitzung vor allem die Sanierung des Steinwegs in den Vordergrund.

Das mit der Planung beauftragte Ingenieurbüro Rother aus Meißner stellte die Entwürfe für die Erneuerung der Hauptgeschäftsstraße vor.

Dabei wurde eines deutlich: Alle Gemündener Stadtverordneten sorgen sich vor allem vor dem Wegfall zu vieler Parkplätze im Altstadtkern. Gerade im Bereich ab Spar- und Kreditbank bis zur Bäckerei Viehmeier dürfen aus ihrer Sicht so gut wie keine Parkplätze wegfallen, um die Gewerbetreibenden nicht zu schwächen

Fast zwei Stunden lang diskutierten die Stadtverordneten über die Sanierung des Steinwegs. Dieser bildet im gesamten Sanierungs-Konstrukt den sensibelsten Bereich. Folglich wurde das Vorhaben am Donnerstag vom Ingenieurbüro Rother im Detail vorgestellt.

Die HNA fasst die Debatte zusammen und blickt auf die verschiedenen Aspekte, die bei der Sanierung des Steinwegs diskutiert wurden.

Das Teil-Projekt Steinweg 

Der Steinweg wird ab Wohra-Brücke bis zur Gärtnerei Glöde instandgesetzt. Es wird eine neue Decke aufgetragen. Auch Nebenanlagen, dazu gehören Gehwege und Bordsteine, sowie sanierungsbedürftige Kanalstücke werden erneuert.

Parkplätze 

Der Punkt beschäftigte die Stadtverordneten am längsten. Die Entwurfsplanung des Ingenieurbüros sieht nämlich vor, dass etwa zehn momentan noch vorhandene Parkplätze im Altstadtbereich (ab Spar- und Kreditbank bis zur Bäckerei Viehmeier) wegfallen. Beibehalten werden laut Plan nur die Parkstreifen zwischen Apotheke und Hessischem Hof und etwas weiter der fast 50 Meter lange Parkstreifen entlang des Friedhofs in Richtung Wohra.

Die Stadtverordneten waren sich jedoch einig darüber, dass im Zuge der Steinweg-Sanierung im Altstadtbereich so gut wie keine Parkplätze wegfallen dürfen. Sie zeigten sich nicht ganz einverstanden mit der bisherigen Planung. „Gerade zwischen der Eisdiele und der Bäckerei Viehmeier werden weiterhin Parkplätze gebraucht“, sagten Armin Körbs und Wilhelm Winter (beide CDU).

Hans-Hermann Faust (Bürgerliste) betonte: „Den wenigen Gewerbetreibenden, die wir noch haben, dürfen wir es mit dem Wegfall von Parkplätzen nicht noch schwerer machen.“ Überall werde die Brötchentaste eingeführt, damit im Innenstadtbereich für kurze Zeit kostenfrei geparkt werden könne. „Und wir machen dann das Gegenteil, indem wir Parkplätze wegnehmen? Das geht nicht“, sagte Faust.

Diplom-Ingenieur Helmut Rother, der mit seiner Kollegin, Diplom-Ingenieurin Mariella Neumeyer, die Entwurfsplanung für die Steinweg-Sanierung vorstellte, konnte die Sorgen der Stadtverordneten verstehen. Er versprach, noch einmal mit dem Bauherrn Hessen-Mobil über die Parkplatzsituation zu sprechen. „Wir haben hier erst einmal einen Entwurf vorliegen, der natürlich noch verändert werden kann“, sagte Rother.

Von Philipp Daum 

Welche Aspekte bei der Sanierung des Steinwegs noch eine Rolle spielen, welche Umleitungsstrecken von den Stadtverordneten abgelehnt werden und welche Kosten im Zuge der Sanierung entstehen, lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

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