Umzug ist absehbar

Mit Flüchtlingen belegte Sport- und Kulturhalle in Gemünden wohl bald wieder frei

Erstaufnahmeeinrichtung: Derzeit sind die Flüchtlinge in Gemünden in und um die Sport- und Kulturhalle untergebracht. Jetzt sieht es stark danach aus, als würden die Asylsuchenden zeitnah in eine Gewerbe-Immobilie im Gemündener Industriegebiet umziehen. Archivfoto: Daum

Gemünden. Die Sport- und Kulturhalle in Gemünden, die derzeit als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge dient, könnte in absehbarer Zeit wieder von der Bevölkerung genutzt werden.

„Es gibt im Industriegebiet Gemünden eine leer stehende Gewerbeimmobilie, in der die Flüchtlinge komplett untergebracht werden können", sagte Bürgermeister Frank Gleim gegenüber der HNA.

Details will er am Dienstag, 29. Dezember, 19 Uhr, bei einer Bürgerversammlung im Hessischen Hof in Gemünden nennen.

Rückblick: Seit Anfang Oktober ist die Sport- und Kulturhalle in Gemünden mit Flüchtlingen belegt - mehr als 200 Asylsuchende sind in der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht. Die Gemündener arrangieren sich zwar mit der Situation - trotzdem müssen sie mit Einschränkungen leben. Bürger, Vereine, Schüler und politische Gremien, die die Sport- und Kulturhalle bislang immer für Veranstaltungen, Übungseinheiten, Sportunterricht und Sitzungen genutzt haben, müssen derzeit in andere Quartiere ausweichen.

Bürgermeister Frank Gleim hatte stets betont, dass die Aufnahme der Flüchtlinge ein wichtiges Zeichen der Solidarität und Menschlichkeit sei. Parallel hat er aber auch an Lösungen gearbeitet, um die Sport- und Kulturhalle wieder für der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen - diese Lösung zeichnet sich nun ab. Zu Details will der Rathaus-Chef am Dienstag, 29. Dezember um 19 Uhr im Hessischen Hof in Gemünden bei einer Bürgerversammlung Auskunft geben.

Gegenüber der HNA sagte Gleim bereits, dass es alternativ zur Sport- und Kulturhalle eine große, leer stehende Gewerbe-Immobilie im Gemündener Industriegebiet gebe, in die die Flüchtlinge aus der Sport- und Kulturhalle zeitnah komlpett umziehen könnten. „Der Eigentümer dieser Immobilie hat schon seine Bereitschaft signalisiert. Der Umzug muss aber auch in Absprache mit dem Landkreis und dem Land Hessen erfolgen, schließlich kostet die Herrichtung einer neuen Halle für Flüchtlinge Geld. Aber auch diese Gespräche gehen in die richtige Richtung“, sagte Frank Gleim gegenüber unserer Zeitung.

Dem Rathaus-Chef sei zudem das Votum der Bevölkerung sehr wichtig. Auch will er nach der Bürgerversammlung die politischen Gremien bei der Entscheidung mitnehmen. Das bedeutet im Klartext: Auch die Stadtverordnetenversammlung soll das „Okay“ für einen Umzug der Flüchtlinge geben.

Mit Blick auf den Zeitplan für den möglichen Umzug sagte Gleim: „Wir haben in der Immobilie im Industriegebiet eine Bestandsaufnahme gemacht.“

Wenn die Bürgerversammlung vorbei ist, werde es etwa zehn bis zwölf Wochen dauern, bis die neue Unterkunft mit den Flüchtlingen aus der Sport- und Kulturhalle belegt werden könne.

Von Philipp Daum

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