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Viele Themen beim Info-Abend für ukrainische Flüchtlinge in Gemünden

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Von: Klaus Jungheim

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Großes Interesse: Ukrainische Flüchtlinge erhielten wichtige Tipps und Hinweise an Info-Tischen einer Gemündener Bank sowie von Versicherungsfirmen.
Großes Interesse: Ukrainische Flüchtlinge erhielten wichtige Tipps und Hinweise an Info-Tischen einer Gemündener Bank sowie von Versicherungsfirmen. © Klaus Jungheim

92 ukrainische Flüchtlinge wohnen derzeit in Gemünden mitsamt Stadtteilen. Alle haben Unterkünfte in Wohnungen erhalten. Zur weiteren Gestaltung ihres täglichen Lebens fand nun ein Informationsabend statt. Dazu hatte die örtliche Ukraine-Hilfe in die Gemündener Sport- und Kulturhalle eingeladen. Und zwar in den großflächig abgetrennten Bereich, der ansonsten vom Stadtparlament für Sitzungen genutzt wird.

Gemünden – Nebenan in den beiden anderen Hallenfeldern wurde Kinderbetreuung angeboten. Der Bürgerbus wurde als Fahrdienst für die in den Stadtteilen lebenden Flüchtlinge eingesetzt.

Bürgermeister Frank Gleim moderierte die rund 90-minütige Veranstaltung. Als Dolmetscherinnen standen ihm Alevtina Fedorenko und Iryna Schembajew aus Gemünden zur Seite. Ferner wurde er von Stadtverordnetenvorsteher Harald Stehl und Erika Timoschenko (Gemünden) unterstützt.

Die Themenpalette war breit gefächert. Es ging um Hinweise zur medizinischen Versorgung, Aufsicht von nicht schulpflichtigen Kindern, Führen eines Bankkontos, Notwendigkeit von Versicherungen, Gottesdienste, Leistungen bei privatem Wohnraum, Sprachkurs, Fragen rund um Ausländerbehörde/Soziale Angelegenheiten sowie die Auszahlung freiwilliger Geldleistungen.

Info-Abend: Die 92 in Gemünden und in den Stadtteilen lebenden ukrainischen Flüchtlinge waren in die Sport- und Kulturhalle von Gemünden eingeladen worden.
Info-Abend: Die 92 in Gemünden und in den Stadtteilen lebenden ukrainischen Flüchtlinge waren in die Sport- und Kulturhalle von Gemünden eingeladen worden. © Klaus Jungheim

Vertreterinnen und Vertreter einer Gemündener Bank sowie von Versicherungsfirmen gaben aus ihren Geschäftsbereichen den Menschen aus der Ukraine wichtige Tipps und Hinweise. Nach dem offiziellen Teil konnten Detailfragen an gesonderten Info-Tischen geklärt werden.

Parallel dazu zahlte Harald Stehl vom Spendenkonto der Gemündener Ukraine-Hilfe Geld an die Flüchtlinge aus – mit Sichtschutz abgetrennt vom übrigen Geschehen.

Von den Fachdiensten des Landkreises Ausländerbehörde und Soziale Angelegenheiten war kein Vertreter nach Gemünden gekommen. Bürgermeister Frank Gleim schilderte, dass „ich als Bindeglied zu den zuständigen Stellen zur Verfügung stehe und entsprechende Fragen an sie weiterleite“.

Während des Info-Abends hatte der Verwaltungschef über eine vorgesehene regelmäßige Aufsicht von nicht schulpflichtigen Kindern informiert. Gleim: „Im früheren Bürogebäude der Firma Geka soll nach Ostern für sie ein Raum eingerichtet werden. Ehrenamtliche werden dann diese Kinder montags bis freitags jeweils von 9 bis 13 Uhr beaufsichtigen.“

Noch nicht konkret sei man aber beim Angebot eines Sprachkurses. Es gebe noch das Problem, die passenden Lehrer dafür zu finden. Der Bürgermeister: „Dafür wird es allerdings bald eine Lösung geben.“

Positiv aufgenommen wurde von den ukrainischen Flüchtlingen die Möglichkeit eines eigenen Gottesdienstes. Die Gemündener Pfarrerin Marie-Christine Weidemeyer will sich demnächst mit der entsprechenden Planung konkret befassen, wie sie auf HNA-Anfrage berichtete. Dazu wolle sie sich aber noch mit ihrem Amtskollegen Hilmar Jung (Grüsen/Mohnhausen) abstimmen.

Der Informationsabend für ukrainische Flüchtlinge war der zweite in Gemünden. Bürgermeister Gleim bewertet solche Veranstaltung „als sehr wichtig. Viele Hinweise können zentral an sie gegeben und Fragen beantwortet werden. Zudem dient ein solches Treffen auch dem Austausch untereinander“. Weitere Info-Abende seien denkbar.

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