Weiterer Zebrastreifen und weniger Parkplätze im Steinweg geplant

Steinweg: Im Bereich der Apotheke soll ein weiterer Zebrastreifen entstehen. Das fordern die Stadtverordneten mit Blick auf die Sanierung der Landesstraße 3073 und der Kreisstraße 99 in Gemünden. Fotos: Künemund

Gemünden. Für rund 1,5 Millionen Euro sollen in Gemünden entlang der Landesstraße 3073 Teile der Lindenstraße, Wohraer Straße, Grüsener Straße und des Steinwegs und im Bereich der Hainstraße ein Teil der Kreisstraße 99 erneuert werden.

Im Frühjahr dieses Jahres soll mit den Arbeiten begonnen werden. Bereits nach der ersten Vorstellung der konkreten Planungen im Januar im Gemündener Parlament hatten die Stadtverordneten Nachbesserungen gefordert. Sie waren sich einig darüber, dass im Steinweg im Zuge der Sanierung nur wenig Parkplätze wegfallen dürfen.

Am Montagabend wurden die abgeänderten Planungen den Mitgliedern des Bauausschusses und des Haupt- und Finanzausschusses vorgestellt. Die HNA fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen:

Parkplätze wird es auch künftig im Steinweg geben, nur sollen es weniger sein als bisher. In der ersten Entwurfsplanung sollten noch zehn Parkplätze wegfallen, jetzt sind es in der Gesamtsumme etwa die Hälfte. Es sollen Parkplätze bei der Bäckerei Metz, am Tabakladen Hesse und bei Adel verschwinden. Dafür sollen an anderen Stellen des Steinwegs vereinzelt Parkplätze entstehen. Die Mitglieder der Ausschüsse machten deutlich, dass die Verkehrssicherheit für Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer im Steinweg wichtiger sei als Parkplätze direkt an der Straße. Es gebe schließlich unter anderem an der Kulturhalle oder in der Untergasse viele Parkplätze. Man müsse eben ein paar Schritte laufen.

Der Steinweg und die übrigen Straßen sollen daher auch wie geplant mit Hochbordsteinen ausgestattet werden, die es für Autos und Lkw schwierig machen, direkt am Straßenrand zu halten. Außerdem tragen solche Hochbordsteine dazu bei, dass der Verkehr langsamer fließt.

Am Hessischen Hof soll wie geplant ein Verkehrsteiler mit Überquerungshilfe entstehen, damit vor allem Kinder und Jugendliche, die von der Cornelia-Funke-Schule kommen, sicher über die Straße gehen können. Der Fußgängerüberweg zwischen Hessischem Hof und der Straße „Hinter der Mauer“ soll bleiben. Die Ausschussmitglieder forderten aber einen weiteren Fußgängerüberweg, der im Bereich „Marktstraße“ nahe der Apotheke entstehen soll.

Dass Parkplätze im Steinweg wegfallen sollen, gefällt nicht jedem. Die Bäckerei Metz soll nach jetzigem Stand alle ihre Parkplätze, die direkt an der Straße liegen, verlieren. Die Mitglieder der beiden Ausschüsse einigten sich am Montagabend darauf, dass im Bereich der Bäckerei Metz und der Spar- und Kreditbank ein Verkehrsteiler mit Überquerungshilfe eingebaut werden soll. Für die dort vorhandenen Kurzzeitparkplätze ist laut Ingenieurbüro Rother aus Meißner, das die Planung für die Sanierung der Straßenzüge übernommen hat, dann kein Platz mehr.

„Wir können auf diese Parkplätze nicht verzichten. Unsere Kunden halten kurz an, um Brötchen oder anderen Dinge aus unserem Laden zu holen. Da wollen sie natürlich gerne direkt an der Straße parken und nicht so weit vom Geschäft entfernt“, sagte Christiane Metz, Geschäftsführerin der Bäckerei Metz. Neben der Bäckerei zieht Ende Februar im Übrigen auch noch die Versicherungsagentur von Andreas Weber ein.

Christiane Metz berichtete auch, dass demnächst ein Gespräch mit Bürgermeister Frank Gleim stattfinden werde. „Wir werden da noch einmal deutlich machen, dass wir eine andere Lösung brauchen, wenn uns Parkplätze weggenommen werden“, sagte sie.

Von Philipp Daum

Was Bürgermeister Frank Gleim zur künftigen Parksituation im Steinweg sagt und welche Aspekte im Zuge der Sanierung aller Straßenzüge noch berücksichtigt werden sollen, lesen Sie in der Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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