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Max Winter führt den TSV Gemünden zum 5:4-Sieg über Titelverteidiger Adorf/Vasbeck

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Teamarbeiter: Die E-Soccer-Cup-Gewinner vorn (v.l) Finn Grosch , Marek Ullrich, Ole Brück und Max Winter feierten ihren Erfolg mit ihrer Mannschaft vom TSV Gemünden.
Teamarbeiter: Die E-Soccer-Cup-Gewinner vorn (v.l) Finn Grosch , Marek Ullrich, Ole Brück und Max Winter feierten ihren Erfolg mit ihrer Mannschaft vom TSV Gemünden. © TSV Gemünden

Als der Winter kam, trat das E-Soccer-Cup-Finale in seine heiße Phase. Am Ende gewann der TSV Gemünden knapp mit 5:4.

Frankenberg - Der Titelverteidiger SG Adorf/Vasbeck lag bereits mit 4:2 gegen den TSV Gemünden in Führung, als Max Winter den virtuellen Platz betrat. Der Bundesligaspieler vom FSV Mainz sollte es für sein Gemündener Team noch richten. Drei Spiele, drei Siege als Pflichtprogramm.

Das SG-Team mit Julian Kesting, Bastian Scholz, Justin Gerold und Ersatzmann Justin Thiel hatte der Bitte des TSV fair entsprochen, dass Max Winter erst drei Stunden später seine drei Spiele absolvieren kann.

Marek Ullrich und Ole Brück hatten in ihren Spielen ihre liebe Not, dass der Titelverteidiger in den sechs Spielen nicht schon den entscheidenden fünften Punkt holt, bevor der Winter kommt.

„Klar, waren wir beide aufgeregter als in den Spielen zuvor“, sagte Marek. „Dass ich nicht so gut drauf war, hatte ich schon beim Aufwärmen bemerkt, die Bälle sprangen mir oft weit weg.“ Die bereits endspielerprobten Spieler der SG gingen 2:0 in Führung: Julian schlug Marek 3:2 und Justin bezwang Ole 5:3.

Akteur auf Tagesformsuche

Im anderen Lager gab es aber auch einen Akteur, der seiner Tagesform etwas hinterherlief. „Julian und ich waren ganz gut drauf, und es war schade, dass Bastian erst spät zu seinem Spiel fand“, sagte Julian. Justin schlug Marek mit 4:1, aber Ole Brück stoppte dann die finale Fahrt des Diemelsee-Expresses. Er schlug Bastian mit 4:0. Marek holte gegen Bastian den wichtigen zweiten Punkt. Doch die SG-Mannschaft wehrte sich und Julian baute den Vorsprung nach dem 5:2 gegen Ole auf 4:2-Spiele aus.

Er folgte das lange Warten auf den Winter. Diese Pause schien auch Bastian gutgetan zu haben, denn er setzte dem Winter besonders zu.

Dieses Spiel sollte sich als das entscheidende dieses Finales herausstellen. Max hatte eine Kamera an seinem Rechner und erlaubte dem Zuschauer, der die Spiele auf der Plattform Twitch mitverfolgte, einen Blick auf ihn zu werfen. Diese Sicht direkt auf sein Gesicht ist der 17-Jährige von seinen Bundesligaspielen gewohnt. Seine Körpersprache vor dem ersten Spiel interpretiert der Zuschauer so: Da sitzt die Ruhe selbst.

Wanderers gegen Köln

Das ändert sich auch nicht als die erste Partie im Molineux-Stadion der englischen Mannschaft Wolverhampton Wanderers gegen den 1. FC Köln von Schiedsrichter Lamon Darawan angepfiffen wird. Die Kölner werden von Max gesteuert, die Wanderers von Bastian. Der E-Soccer-Profi im Gemündener Trikot zeigt anfangs kaum Regungen. Auch wenn Aktionen mal nicht so klappen, hört man von ihm kein Wort, obwohl der Zuschauer durchaus ein kleines Schimpfwort toleriert und verstanden hätte. Köln geht nach einer Viertelstunde durch Schindler in Führung, Max nimmt ein Schluck aus der Wasserflasche, Thielmann erhöht in der 25. Minute auf 2:0, Max nimmt einen Schluck aus der Wasserflasche. Doch Bastian kommt zurück und erzielt mit den Wolves das Anschlusstor durch Coutinho (38.). Die Kölner haben auch zweiten Durchgang Feldvorteile, aber ihre Schüsse verfehlen alle das Tor. Allmählich regt sich auch in Max ein kleinwenig die Ungeduld. Er schüttelt nach vertanen Chancen leicht mit dem Kopf. Und es kommt noch schlimmer für ihn. Coutinho gleicht kurz vor Schluss aus.

Verlängerung mit Golden Goal

Jetzt muss er doch mal verärgert auf den Tisch hauen. Nein, Max schmunzelt und fährt sich mit der Hand über das Gesicht. Abpfiff, Verlängerung mit Golden Goal. Auf deutsch heißt das: Wer das nächste Tor schießt, hat gewonnen. Max scheint immer noch die Gelassenheit in Person zu sein, aber diesmal täuscht der Blick. „Ich war innerlich schon sehr aufgeregt“, gibt er später zu, denn man fängt schnell mal ein Gegentor, auch wenn man besser ist.“ Er muss nun schon all sein Konsolen-Können aufbieten, hinten konzentriert spielen und gut nach vorn spielen, und präzise in die Spitze, damit er das Goldene Tor erzielt. Das gelingt Max auch. Sieg. Und nun scheint er sich warmgespielt zu haben. Er besiegt Julian 4:1 und Justin 5:1 und dreht das Spiel für Gemünden.

Jubel im TSV-Lager, Enttäuschung beim SG-Quartett. Marek und sein Team sind um 800 Euro reicher. Eine große Summe für eine Schülermannschaft. Sie stoßen noch kurz via Bildschirm mit einem Getränk an. Die große Siegesparty soll im Sommer mit der A- und B-Jugend des TSV gefeiert werden. Dafür investieren die Vier einen Teil der Siegprämie. Das Spiel um Platz drei gewann der TSV Rosenthal mit 6:3 gegen das Team vom TSV Strothe. (Reinhard Schmidt)

Bronzerang: Der TSV Rosenthal gewann das Spiel um Platz drei gegen den TSV Strothe mit 6:3.
Bronzerang: Der TSV Rosenthal (mit von links Jona Hiepe, Adrian Hiepe, Steven Schellenberg und Paul Hoffmann) gewann das Spiel um Platz drei gegen den TSV Strothe mit 6:3. © TSV Rosenthal
ein Logo für einen E-Soccer-Wettbewerb
Logo E-Soccer-Cup von Waldeck-Frankenberg © Repro HNA/WLZ

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