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Wohnhaus in Herbelhausen brannte - Menschen nicht verletzt

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Von: Susanna Battefeld

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Großeinsatz für die Feuerwehr in Herbelhausen: Ein Wohnhaus in dem Gemündener Stadtteil stand am Freitagnachmittag in Flammen.

Herbelhausen – Rund 100 Einsatzkräfte aus Haina, Halgehausen, Gemünden und Frankenberg eilten zur Unglücksstelle in der Burgstraße und bekämpften den Brand, zu dem um 15.05 Uhr alarmiert worden war. Menschen wurden nicht verletzt, ein Hund konnte allerdings nach Angaben von Einsatzleiter André Walter am späten Nachmittag nur noch tot geborgen werden.

Eine ältere Bewohnerin habe das Haus rechtzeitig verlassen können, sagte der Gemündener Stadtbrandinspektor gegenüber der HNA.

Zur Brandursache lagen bis Redaktionsschluss noch keine Erkenntnisse vor, auch die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen aufgenommen, dies könne aber mehrere Stunden dauern, sagte Walter.

„Ich war als einer der Ersten vor Ort“, informierte er. „Da stand das Haus schon in Vollbrand, deswegen habe ich sofort von Stufe F1 auf F3 erhöht“, berichtete André Walter. Auch die Zahl der Einsatzkräfte sei bis auf rund 100 erhöht worden. Mit den Löscharbeiten seien alle Gemündener Feuerwehren sowie die Feuerwehren aus Haina und Halgehausen eingesetzt gewesen. Zudem sei die Drehleiter aus Frankenberg und die Atemschutzkomponente angefordert worden.

Wohnhausbrand in Herbelhausen: Rund 100 Rettungskräfte bekämpften gestern Nachmittag die Flammen in der Burgstraße. Menschen wurden nicht verletzt, ein Hund konnte nur tot geborgen werden.
Wohnhausbrand in Herbelhausen: Rund 100 Rettungskräfte bekämpften am Freitagnachmittag die Flammen in der Burgstraße. Menschen wurden nicht verletzt, ein Hund konnte nur tot geborgen werden. © Susanna Battefeld

„Wir konnten anfangs nicht in das Haus rein und haben erst mal von außen gelöscht“, sagte Walter. In Anbetracht der dichten Bebauung habe man mit der Riegelstellung verhindert, dass der Brand auf benachbarte Gebäude übergreifen konnte. Mit der Wasserversorgung habe es keine Probleme gegeben. „Die Energie-Gesellschaft Frankenberg ist vor Ort und kann zur Not den Füllstand im Hochbehälter auch noch heben“, sagte er.

Auch die Tatsache, dass sich die gemeinsame Feuerwehr Herbelhausen/Ellnrode Anfang des Jahres aufgelöst habe, habe sich nicht nachteilig auf die Brandbekämpfung ausgewirkt, sagte Walter auf Nachfrage. „Wir können die Zehn-Minuten-Frist in allen Gemündener Stadtteilen einhalten“, betonte der Stadtbrandinspektor.

In dem rund 70 Einwohner zählenden Herbelhausen hat der Brand für großes Aufsehen gesorgt. Viele Nachbarn wurden durch die Martinshörner der Einsatzfahrzeuge aufgeschreckt und verfolgten die Löscharbeiten. Aus Richtung Haina kommend, war schon von weitem eine riesige Rauchsäule zu sehen.

Die Durchgangsstraße war aus beiden Richtungen für mehrere Stunden gesperrt, wurde aber nach Angaben von André Walter im Laufe des Abends wieder freigegeben. Die Bevölkerung habe die Einsatzkräfte mit Essen und Getränken versorgt.

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