Wohnstätte in Gemünden: Vom Hainaer Klinikgelände in die Stadt

Vitos Teilhabe baut in Gemünden: (von links) Bürgermeister Frank Gleim, Vitos-Teilhabe-Geschäftsführerin Edeltraud Krämer, die zukünftige Wohnstätten-Teamleiterin Doris Schreiber und Kathrin Gattermann von der Vitos-Teilhabe-Regionalleitung Haina/Bad Emstal stellten bei einer Bürgerversammlung ihr Wohnprojekt für Menschen mit geistiger Behinderung in Gemünden vor. Foto: Battefeld

Gemünden. Vitos Teilhabe baut eine Einrichtung für 24 Menschen mit geistiger Behinderung in Gemünden

Drei Gebäude, 24 Wohnplätze und eine Tagesstätte für Arbeits-, Bildungs- und Seniorenangebote - das sind die Eckdaten des Bauvorhabens von Vitos Teilhabe in Gemünden. Die Behindertenhilfe Region Haina/Bad Emstal, in die die ehemalige Heilpädagogische Einrichtung Haina im vergangenen Jahr integriert wurde, möchte in der Gartenstraße gegenüber von Tegut für rund vier Millionen Euro ein langfristiges Wohnangebot für Erwachsene mit einer geistigen Behinderung schaffen.

„Baubeginn ist spätestens nächstes Frühjahr. Die Fertigstellung ist für Mitte 2019 geplant“, kündigte Geschäftsführerin Edeltraud Krämer jetzt in einer Informationsveranstaltung im Gemündener Bürgerhaus vor knapp 70 Zuhörern an. Der Neubau, der circa 20 Arbeitsplätze biete, sei eine Investition in die Zukunft und solle vorrangig für Menschen sein, die aus der Region kommen, sagte Krämer.

Verschiedene Wohnformen

In den drei Gebäuden entstünden Angebote für verschiedene Wohnformen. Das Konzept sehe zwei kleine Häuser mit jeweils sechs Plätzen und ein größeres Haus mit einer Wohngruppe und Einzelappartments vor. „Nicht jeder möchte immer in einer Wohngemeinschaft leben“, so Krämer. Eines der Häuser sei speziell für Menschen mit einem besonderen Schutzbedürfnis wie zum Beispiel Autisten.

„Die kleinen Häuser werden wie Einfamilienhäuser aussehen“, teilte die Geschäftsführerin mit. Die Gebäude passten auf jeden Fall in das Gelände und würden nicht „herausstechen“. „Alles soll sich dezent einfügen“. Auch sechs oder sieben eigene Parkplätze sollten auf dem Areal geschaffen werden.

„Wir tendieren nicht dazu, einen hohen Zaun drumherum zu bauen“, erklärte Katrin Gattermann von der Regionalleitung auf Nachfrage aus den Zuhörerreihen. Möglicherweise würden einzelne Gebäude eingezäunt. Eine Betreuung sei rund um die Uhr gesichert, kündigte Doris Schreiber an, die die künftige Wohnstätte in Gemünden leiten wird.

„Kommen Sie auf uns zu, sprechen Sie uns an, bevor sich etwas zusammenbraut“ appellierte Edeltraud Krämer abschließend im Hinblick auf mögliche Probleme. Es werde auch einen Tag der offenen Tür geben.

„Ich denke, es ist ein Gewinn für Gemünden“, sagte Bürgermeister Frank Gleim. Er wünsche sich, dass es „ein gutes Miteinander“ werde. Auch Wilfried Golde von der SPD-Fraktion bekräftigte, er sei froh und dankbar, dass sich Vitos Teilhabe für einen Neubau in Gemünden entschieden habe.

In die neuen Gebäude werden Menschen umziehen, die derzeit noch auf dem Klinikgelände von Vitos Haina wohnen. "Wenn die Bewohner immer nur auf einem Klinikgelände leben, hat das mit Normalität nichts zu tun“, hieß es in der Infoveranstaltung.

Welche Wohngruppen es sein werden, das lesen Sie in der gedruckten Donnerstagstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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