Landkreis versendet Briefe

Waldeck-Frankenberg: Genesene erhalten Nachweis für Corona-Lockerungen

Nach Reisen müssen vollständig Geimpfte und genesene Menschen nur noch in Ausnahmefällen in Quarantäne. Für sie gelten Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren und strenge Quarantäneregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland seit Sonntag, 9. Mai 2021 nicht mehr.
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Nach Reisen müssen vollständig Geimpfte und genesene Menschen nur noch in Ausnahmefällen in Quarantäne. Für sie gelten Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren und strenge Quarantäneregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland seit Sonntag, 9. Mai 2021 nicht mehr.

Damit Menschen, die von einer Covid-Infektion genesen sind, Lockerungen der Corona-Regeln beanspruchen können, erhalten sie einen Nachweis, den der Landkreis Waldeck-Frankenberg ab sofort verschickt.

  • Wer von einer Covid-Infektion genesen ist, bekommt automatisch einen Nachweis vom Landkreis Waldeck-Frankenberg. Voraussetzung: Ein positives PCR-Testergebnis in den vergangenen sechs Monaten.
  • Für Genesene und vollständig Geimpfte gelten Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen nicht mehr.
  • Die AHA-Regeln – also Abstand halten, Hygiene einhalten und Masken tragen – müssen Genesene und Geimpfte aber nach wie vor einhalten.

Waldeck-Frankenberg – Der Versand erfolgt automatisch, Genesene müssen sich dazu nicht beim Landkreis melden. Die Bescheinigung bekommen alle Personen, deren PCR-Testergebnis in den vergangenen sechs Monaten positiv ausgefallen war. Laut Verordnung gelten diejenigen als genesen, deren Infektion maximal sechs Monate zurückliegt, da man laut Bundesregierung in diesem Zeitraum von einem ausreichenden Immunschutz als Folge der Infektion ausgehen könne.

Genesene, deren Infektion länger als sechs Monate zurückliegt, werden kein Schreiben erhalten – selbst, wenn sie einen Nachweis besitzen, der ihnen Antikörper über das Coronavirus bescheinigt, teilt der Landkreis mit. Denn laut Bundesregierung reiche lediglich ein Nachweis von SARS-CoV-2-Antikörpern nach jetzigem Stand nicht aus, um eine sichere Aussage über die Immunität zu treffen. Genesene, deren Infektion länger als ein halbes Jahr zurückliegt, werden daher nicht von den Lockerungen profitieren können.

Nachweis für Genesene ist ein halbes Jahr lang gültig

Alle anderen Genesenen bekommen einen Nachweis – datiert auf das Ende der offiziell vom Fachdienst Gesundheit auferlegten amtlichen Quarantäne. Ab diesem Zeitpunkt ist der Nachweis sechs Monate gültig – und ermöglicht im darauffolgenden halben Jahr unter anderem Lockerungen von Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen, für den Zugang in Bereiche, in denen Testnachweise nötig sind, oder von Quarantäne-Pflichten.

Die Lockerungen gelten laut Bundesregierung auch für vollständig Geimpfte. Als Geimpfte gelten diejenigen Personen, die nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) über einen vollständigen Impfschutz mit von der Europäischen Union zugelassenen Impfstoffen verfügen. Das bedeutet je nach Impfstoff eine oder zwei Impfungen. Diese müssen 14 Tage zurückliegen. Der Nachweis ist digital oder analog vorzulegen.

Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen gelten für Genesene und Geimpfte nicht mehr

Für Genesene und vollständig Geimpfte gelten Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen nicht mehr. Damit werden zum Beispiel bei privaten Zusammenkünften geimpfte und genesene Personen nicht mehr mitgezählt. Auch nächtliche Ausgangsbeschränkungen nach dem Infektionsschutzgesetz entfallen für diese Personengruppen.

Vollständig Geimpfte und Genesene müssen kein aktuelles negatives Testergebnis vorweisen, um zum Friseur, in Geschäfte oder in den Zoo zu gehen. Auch Quarantäne-Pflichten gelten nicht für Geimpfte und Genesene – zum Beispiel bei Einreisen aus dem Ausland. Dies gilt allerdings nicht für Reisen aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten. Wichtig ist jedoch: Die AHA-Regeln – also Abstand halten, Hygiene einhalten und Masken tragen – gelten nach wie vor. (red/tk)

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