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Geopark „Grenzwelten“ eröffnet neues Geo-Foyer in Heringhausen

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Anstoßen aufs „Gemeinschaftsprojekt“: Vertreter des Kreises, des Geoparks „Grenzwelten“ und der Gemeinde Diemelsee eröffneten am Freitag das Geo-Foyer am neuen Standort im Heringhäuser „Haus des Gastes“ - von Links: Klaus Hamel von der Diemelseer Tourist-Information, Bürgermeister Volker Becker, Geopark-Leiterin Kim Peis, ihr Mitarbeiter Maximilian Malte Paul, Landrat Jürgen van der Horst und der Heringhäuser Ortsvorsteher Stefan Pohlmann.
Anstoßen aufs „Gemeinschaftsprojekt“: Vertreter des Kreises, des Geoparks „Grenzwelten“ und der Gemeinde Diemelsee eröffneten am Freitag das Geo-Foyer am neuen Standort im Heringhäuser „Haus des Gastes“ - von Links: Klaus Hamel von der Diemelseer Tourist-Information, Bürgermeister Volker Becker, Geopark-Leiterin Kim Peis, ihr Mitarbeiter Maximilian Malte Paul, Landrat Jürgen van der Horst und der Heringhäuser Ortsvorsteher Stefan Pohlmann. © Karl Schilling

Der Nationale Geopark „Grenzwelten“ hat sein neues Geo-Foyer im Heringhäuser „Haus des Gastes“ eingerichtet: In einer Feierstunde eröffneten Landrat Jürgen van der Horst, Bürgermeister Volker Becker und Geopark-Leiterin Kim Peis am Freitag Nachmittag die Räume, die Einheimischen und Gästen viele Informationen über mehr als 400 Millionen Jahre Erdgeschichte der Region vermitteln.

Diemelsee-Heringhausen – Für mehr als zehn Jahre war das Geo-Foyer in einem Haus der Gemeinde in Adorf untergebracht. Der Standort sei nicht ideal gewesen, sagte Becker: Viele seien vorbeigelaufen. Weil die Gemeinde das Haus anders nutzen wollte, stand ein Umzug an.

Kim Peis und Klaus Hamel von der Tourist-Information entwickelten die Idee, das Infozentrum nach Heringhausen zu verlagern: Im selben Gebäude befinden sich die gut besuchte Naturerlebnisausstellung „Visionarium“ des Naturparks Diemelsee und die Tourist-Information. „Es war die richtige Idee“, sagte Becker.

Und weitere Projekte wie der Naturerlebnispfad bei Giebringhausen oder ein Erlebnisspielplatz gleich neben dem Foyer seien schon in Planung. „Wir haben viel zu bieten.“ Das Geo-Foyer solle ein Ausgangspunkt für Exkursionen, Führungen oder Wanderungen sein, es sei aber auch ein „Schlechtwetterangebot“ für die Besucher.

Der Geopark „Grenzwelten“

„Geopark“ ist ein Gütesiegel für geowissenschaftlich besonders bedeutsame Landschaften. Dort werden Sehenswürdigkeiten präsentiert, die Teil des geologischen Welterbes sein müssen. Einzelne Gebiete können zudem von archäologischem, ökologischem, historischem oder kulturellem Interesse sein.

Der Geopark „Grenzwelten“ zeigt unterschiedliche Stufen der Entwicklung von Natur- und Kulturlandschaft und ermöglicht Einblicke in 400 Millionen Jahre Erdgeschichte. Er umfasst 46 Städte und Gemeinden in fünf Kreisen und den Ländern Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Es gibt zehn Geopark-Regionen, die sich auf 3700 Quadratkilometer erstrecken. Die sechs Geo-Foyers informieren, lassen sich als Startpunkt für Wanderungen nutzen oder laden zu einem Museumsbesuch ein.

Bereits vor etwa 13 Jahren hatte Dr. Marc Müllenhoff die Ausstellung in Modulen konzipiert. Das Geopark-Team sorgte für die Umgestaltung und Ergänzung – so kam eine Medienstation dazu, die erst im Herbst geliefert wurde.

Weitere Infos können sich Besucher über QR-Codes aufs Handy laden. Die Tafeln sind auch auf Niederländisch und Englisch. Eingebaut sind Karten, Rekonstruktionszeichnungen alter Landschaften und typische Gesteine.

Bauhof-Team baut Ausstellung auf

Im Frühjahr baute das Bauhof-Team der Gemeinde die in Adorf abmontierten Tafeln mit viel Liebe zum Detail im „Haus des Gastes“ wieder auf. Becker freute sich, dass auch Vertreter anderer Geo-Foyer-Standorte im Edertal und in Westfalen zur Eröffnung gekommen waren. „Wir sind eine große Familie“, betonte er. „Es geht nur gemeinschaftlich.“ Und dass die Besucher bereits so viel Interesse an der Ausstellung in Heringhausen zeigten, sei die Bestätigung für gute Arbeit.

„Tolles Gemeinschaftsprojekt“

„Es ist ein tolles Gemeinschaftsprojekt“, sagte auch Landrat van der Horst. „Es ist beeindruckend, dass alle an einem Strang ziehen.“ Diemelsee sei für ihn die „Keimzelle des Geoparks“, er erinnerte an den Einsatz von Otto Wilke oder Norbert Panek. Ziel sei gewesen, die Erdgeschichte der Region erlebbar zu machen. Das sei am Diemelsee gut gelungen und habe sich auf andere Regionen ausgeweitet. „Wir haben selten ein Kooperationsprojekt über Landesgrenzen hinweg“. Es sei richtig, „immer integriert zu denken“ und die Region „eingebettet in eine Gesamtidee“ zu präsentieren. So ließen sich „immer neue Bausteine“ hinzufügen.

„Wir legen Wert auf Qualität“ – inhaltlich und in der Ausführung, das erwarteten auch die Gäste. „Wir gehen immer neue Wege“ – auch digital. Das Foyer sei ein pädagogisches Angebot für Einheimische und Gäste, es sei „klug investiertes Geld“. Der neue Standort werde „sehr gut angenommen“. Van der Horst blickte auf die vielen Projekte in der Gemeinde: „In Diemelsee passiert was – das wollen wir gern unterstützen.“

Am neuen Standort könne sich der Geopark „moderner und erlebbarer“ für Touristen und Familien präsentieren, sagte Kim Peis. „Wir haben ein tolles Projekt im Zusammenspiel mit dem ,Visionarium’ und dem Tourist-Information“, urteilte Ortsvorsteher Stefan Pohlmann. Er sei beeindruckt von den digitalen Angeboten.“

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