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Landkreisweite Freisprechungsfeier für 108 Gesellen aller Gewerke

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Der Vorsitzende der Justus-Noll Stiftung, Gerhard Brühl (re.), überreicht Ulrich Mütze (li.) und Fritz Vaupel (Mitte) einen Scheck der Stiftung.
Anlässlich der Gesellenfreisprechung: Der Hauptgeschäftsführer und Vorsitzender der Justus-Noll Stiftung, Gerhard Brühl (rechts), überreicht Ulrich Mütze (links) und Fritz Vaupel einen Scheck der Stiftung. © Hans Peter Osterhold

Bei der Gesellenfreisprechung auf dem Gelände der Kreishandwerkerschaft gab es Zeugnisse für 108 Gesellinnen und Gesellen, Grußworte und eine anschließende Party im Festzelt für alle.

Waldeck-Frankenberg – Nach dem Motto: „Zum Feiern brauchen wir zwar keinen Grund, aber wir haben einen“, fand die Gesellenfreisprechung in Korbach auf dem Geländer des Lehrbauhofs statt.

In einer Feierstunde wurden 108 Handwerker aus 17 Gewerken, die ihre Prüfungen bestanden haben, mit der Übergabe der Gesellenbriefe in den Gesellenstand aufgenommen.

Kreishandwerksmeister Ulrich Mütze begrüßte die neuen Fachleute, ihre Angehörigen, Vertreter der Innungen, Sponsoren und die Ehrengäste. In seiner Begrüßungsrede machte er deutlich, dass immer noch gut 1000 Lehrlinge ausgebildet würden, leider mit sinkender Tendenz aufgrund geringerer Schülerzahlen und veränderten Berufswahlverhaltens. Auslöser dafür seien die „Demografie“ und ein „Akademisierungswahn“.

Geehrt und gefeiert: Insgesamt 108 Gesellinnen und Gesellen haben in den vergangenen Wochen ihre Gesellenprüfung geschafft. Am Freitag haben sie ihre Gesellenbriefe erhalten.
Geehrt und gefeiert: Insgesamt 108 Gesellinnen und Gesellen haben in den vergangenen Wochen ihre Gesellenprüfung geschafft. Am Freitag haben sie ihre Gesellenbriefe erhalten. © Hans Peter Osterhold

Eine Ausbildung lohne sich oft mehr. Die Bildungsrendite sei im Handwerk deutlich höher als bei einer akademischen Ausbildung. Ein Handwerksmeister habe seine Ausbildungskosten zwei Jahre früher „reingeholt“. Die Suche nach qualifizierten Fachkräften werde in den kommenden Jahren weiter anhalten.

Die jetzt fertig ausgebildeten Handwerkerinnen und Handwerker hätten ihre Ausbildung zwar hinter sich, aber womöglich noch 40 Arbeitsjahre oder mehr vor sich. Mütze schloss mit den Appellen: „Setzen Sie sich Ziele“, „gehen Sie raus ins Leben, bauen Sie sich etwas auf“, „zeigen Sie der Welt, was Sie und Ihr Handwerk können“. Schließlich würde das Handwerk „Deutschland am Laufen halten.“

Urkunden für Innungssieger

Anschließend überreichten Mütze und die Vertreterinnen und Vertreter der Innungen die Gesellenbriefe in fünf Gruppen. Hauptgeschäftsführer Gerhard Brühl ehrte danach die Innungssieger und Prüfungsbesten mit einer Urkunde und einem Geschenkgutschein.

In seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Justus-Noll Stiftung überreichte er der Kreishandwerkerschaft zum Schluss einen Scheck über 10 000 Euro zur Finanzierung der Feier. Anschließend war Party für alle, auch für alle Auszubildenden, in einem großen Festzelt mit „DJ Martin“ angesagt.

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