So lief der Impfstart im Haus am Nordwall in Korbach ab

Impfungen im Seniorenheim: Gratulation nach der Injektion

Sie war die erste Korbacherin, die geimpft wurde: Die 91-jährige Erna Jungclaus erhielt am Sonntag die Injektion von der medizinischen Fachangestellten Cathleen Rohn.
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Sie war die erste Korbacherin, die geimpft wurde: Die 91-jährige Erna Jungclaus erhielt am Sonntag die Injektion von der medizinischen Fachangestellten Cathleen Rohn.

Korbach – „Herzlichen Glückwunsch. Sie sind die erste Korbacherin, die gegen Covid-19 geimpft wurde!“

Es war ein bedeutender Moment, als Erna Jungclaus am Sonntag ihre Spritze mit der Corona-Impfung bekam. Die 91-Jährige wohnt im Pflege- und Betreuungszentrum „Haus am Nordwall“ in Korbach und gehörte zu den 165 Menschen in Waldeck-Frankenberg, die zum bundesweiten Impfstart am 27. Dezember ihre erste Dosis erhalten haben.

„Wir freuen uns, dass unsere Einrichtung ganz vorne mit dabei ist“, berichtete Einrichtungsleiterin Ribana Klabunde am Montag. Sie und ihre Kollegen seien schon seit geraumer Zeit mit dem Thema Impfung und den administrativen wie organisatorischen Vorbereitungen beschäftigt gewesen. „Sobald klar war, dass die Impfungen durchgeführt werden, haben wir unsere Bewohner und Angehörige informiert sowie Aufklärungsbögen und Einverständniserklärungen versandt“, berichtete Claudia Schneider vom Qualitätsmanagement im „Haus am Nordwall“.

Somit habe man frühzeitig einen Überblick über die Impfbereitschaft in der Einrichtung und bereits vor den Feiertagen die erforderlichen Unterlagen parat gehabt. Unmittelbar vor Weihnachten hätten die Mitarbeiter letzte logistische Vorbereitungen für die „große Impfaktion“ in dem Korbacher Pflegezentrum getroffen.

Am Morgen des 27. Dezember traf schließlich das mobile Impfteam des Landkreises ein: ein Arzt, eine medizinische Fachangestellte, eine pharmazeutische Mitarbeiterin sowie Verwaltungsmitarbeiterinnen des Landkreises. Mit dabei hatte das Team eine umfangreiche Ausstattung. Der Impfstoff wurde in einem mobilen Kühlbehälter angeliefert. Außerdem mit im Gepäck war eine umfangreiche EDV-Ausstattung sowie medizinisches Equipment für die Impfung.

Gemeinsam mit Mitarbeitern des Pflegezentrums wurde der Impfstützpunkt eingerichtet – die EDV-Technik und der eigentliche Impfplatz wurden installiert. Der gekühlte Impfstoff wurde in einem Nebenraum für die Injektion aufbereitet.

Dann war es endlich soweit, die Impfungen begannen. Verantwortlich dafür waren der Korbacher Allgemeinmediziner Joachim Kühlwein und dessen Team. Als erste Korbacherin bekam dann Erna Jungclaus die Injektion.

Während die Impfungen verabreicht wurden, bereitete die pharmazeutische Mitarbeiterin bereits weitere Impfdosen vor, denn der Impfstoff ist nach seiner Aufbereitung nur eine Stunde begrenzt haltbar.

Nacheinander trafen schließlich die Senioren aus drei Wohnbereichen ein. Nach einem kurzen Aufenthalt mit Mund-Nase-Schutz und Mindestabstand in der Wartezone erhielten sie die Impfung. „Das ist ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk, dass uns der Herr Doktor mit seinen Helferlein bringt“, scherzten zwei Bewohner. Sie und die anderen Senioren zeigten sich froh darüber, die Impfung zu bekommen. Sie hofften, dass damit wieder mehr Normalität in ihr Leben einkehren wird.

Nach sechs Stunden war die erste Impfaktion im „Haus am Nordwall“ abgeschlossen. Insgesamt wurden dort am Sonntag 62 Bewohner im Alter zwischen 80 und 98 Jahren geimpft. In einigen Tagen werden weitere Bewohner sowie Mitarbeiter des Pflegezentrums geimpft.

Zum Schutz vor dem Virus ist noch eine zweite Impfung erforderlich. Diese erfolgt drei Wochen nach der ersten Injektion und ist bereits terminiert. Von einem kompletten Schutz ist eine Woche nach der zweiten Impfung auszugehen. red/dau

Das Impfteam brachte allerhand medizinisches Equipment mit ins Pflegezentrum.

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