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„Wind Land“ entsteht in Lichtenfels

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Von: Marianne Dämmer

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Windkunst in Lichtenfels: (von links) Reta Reinl, Ortsvorsteher Friedrich Schüttler, Erster Stadtrat Ingolf Ibing, Ortsvorsteherin Ursula Müller, Vize-Ortsvorsteher Alfred Schüttler und Bürgermeister Henning Scheele.
Windkunst in Lichtenfels: (von links) Reta Reinl, Ortsvorsteher Friedrich Schüttler, Erster Stadtrat Ingolf Ibing, Ortsvorsteherin Ursula Müller, Vize-Ortsvorsteher Alfred Schüttler und Bürgermeister Henning Scheele. © Marianne Dämmer

Draußen, spannend und zum Mitmachen: Vom 21. bis 28. August findet das Kunstfestival „Wind Land“ in Lichtenfels statt.

Lichtenfels - Lichtenfelserinnen und Lichtenfelser sind eingeladen, teilzunehmen und Windkunst am Hamberg nahe des Klosters Schaaken zwischen Goddelsheim und Immighausen zu installieren. Die Teilnahme ist kostenlos. Angesprochen werden Einheimische wie Neubürger, Junge und Alte, Familien und Jugendliche, egal welcher Nationalität.

Das Windkunstfestival veranstaltet die Stadt Lichtenfels in Zusammenarbeit mit dem in Sachsenberg ansässigen Verein „bewegter wind“. Der Verein organisiert das Windkunstfestival, macht Angebote zu Windkunst und interkultureller Kommunikation. „Wind ist in fast allen Kulturen der Welt ein Sinnbild für Geist und Kommunikation. Die besondere Kombination aus Natur, Wind und Kunst bringt Menschen miteinander in Bewegung und ins Gespräch und verändert die Wahrnehmung“, erklärt Vorsitzende Reta Reinl aus Sachsenberg.

Aktion zu „Lichtenfels 50+1“

Finanziert wird das Windkunstfestival im August über das Preisgeld, das die Stadt Lichtenfels zusammen mit dem in Sachsenberg ansässigen Verein „bewegter wind“ im vergangenen Jahr erhalten hat.

Die Stadt war mit dem Verein „bewegter wind“ von der Initiative „Offen für Vielfalt“ und dem Regierungspräsidium Kassel zur „Kommune der Vielfalt“ ausgezeichnet worden und damit für ihr „vorbildliches Engagement für ein vielfältiges und respektvolles Miteinander im ländlichen Raum“ gewürdigt worden. In der Begründung der Jury hieß es: „Der Verein bringt Menschen miteinander in Bewegung und ins Gespräch durch die besondere Kombination aus Natur, Wind und Kunst. Wind ist grenzenlos und verbindet alle Menschen. Dieses Projekt ist eine wunderbare Art, sich kennenzulernen und seine (neue) Heimat aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Gemeinsam ein Kunstobjekt zu gestalten, verbindet nachhaltig und führt zu einer aktiven Beziehung.“

Die Windkunst-Installation am Hamberg unweit der Klosterruine Schaaken soll auch ein Festbeitrag zu „Lichtenfels 50+1“ sein: Lichtenfels besteht seit 51 Jahren. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde 2021 auf ein Fest verzichtet. Anstatt eine große Zentralveranstaltung zu organisieren unterstützt die Stadt in diesem Jahr, dass die traditionellen Feste in den Stadtteilen wieder stattfinden können. Sie war aus Anlass „Lichtenfels 50+1“ im Mai zudem Schirmherrin des Benefizkonzertes des Heeresmusikkorps in Dalwigksthal und veranstaltet im August das Windkunstfestival für die Bürgerinnen und Bürger aller Ortsteile, erklärt Bürgermeister Henning Scheele. (md)

Unter professioneller Anleitung entwickeln die Teilnehmer aus Lichtenfels Entwürfe und setzen sie um – rund 200 Fahnen sollen am Hamberg installiert werden. In einem kostenlosen Workshop für Kinder werden zuvor markante Stadtansichten auf die Fahnen gebracht. Nach Aufbau und Eröffnung bleiben sie eine Woche stehen und sollen – vom Berg aus weithin sichtbar – Anziehungspunkt für Ausflügler, Wanderer und Radfahrer werden. Schließlich liegt die Erhöhung am Lichtenfelser Panoramaweg und dem Lichtenfelser Radweg.

Das große Gemeinschaftsprojekt beginnt am Freitag, 19. August, mit einer Projekteinführung für alle Teilnehmer: Dabei geht es um die Wahrnehmung von Landschaft, Sichtachsen und Wind, erklärt Reta Reinl. Um 17 Uhr treffen sich die Teilnehmer im Vereinsheim in Sachsenberg, nach der Projekteinführung geht es zur Landschaftserkundung an den Hamberg, es werden erste Entwürfe entwickelt.

Dank an Eigentümer und Pächter der Flächen

Am 20. August geht es ab 10 Uhr um Entwürfe, Material und Installation am Hamberg. Am Sonntag, 21. August, um 11.30 Uhr wird das Gemeinschaftswerk eröffnet. Für Musik sorgt Welf Kerner am Akkordeon. Bis zum Sonntag, 28. August, bleibt die Windkunst am Hamberg. An diesem Tag wird das Stadt-Projekt um 17 Uhr mit einem Konzert im Kloster Schaaken festlich beendet.

Ortsvorsteher Friedrich Schütter aus Goddelsheim und Vize-Ortsvorsteher Alfred Schüttler aus Immighausen unterstützen das Projekt, ebenso Ursula Müller, Ortsvorsteherin von Rhadern und Mitglied im Verein „bewegter wind“. „Unser Dank gilt den Eigentümern und Pächtern der Flächen, die sie für die Windkunst zur Verfügung stellen“, betonen Henning Scheele und Reta Reinl.

Im Vorfeld werden Dutzende von Fahnen genäht und Bambusstäbe vorbereitet unter Mitwirkung freiwilliger Lichtenfelserinnen und Lichtenfelser. „Wir freuen uns auch sehr über Helfer im Vorfeld, denn 200 Fahnen zu nähen und die Bambusstangen vorzubereiten, ist eine Aufgabe“, weiß Reta Reinl aus Erfahrung.

Kostenloser Workshop für Kinder ab zehn Jahren

Kinder und Jugendliche ab zehn Jahre sind eingeladen, an einem Fahnen-Workshop teilzunehmen. Er findet am Dienstag, 16. August, von 14 bis 18 Uhr im Vereinsheim in der Orker Straße 11 in Sachsenberg statt. Der Workshop ist für die Kinder und Jugendlichen kostenfrei.

Gemeinsam mit den Mädchen und Jungen werden markante Ansichten von Lichtenfels gesammelt – wie etwa Burg Lichtenfels, Orke, Nuhne und Aar, Fachwerk, Igel, Wälder und Wiesen – und mit Hilfe von Druckstempeln und Pinseln auf die Fahnen gebracht. Die Fahnen können die Kinder nach der Ausstellung mit nach Hause nehmen.

Anmeldung und weitere Informationen bei Reta Reinl, Tel. 06454-1445, E-Mail: mail@bewegter-wind.de

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