Haddenberg: Idyllisches Dorf im Kellerwald

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Haddenberg: Im kleinsten Ortsteils von Haina-Kloster gibt es auch spanische Esel.

Haddenberg. Die HNA besuchte den kleinesten Hainaer Ortsteil mit 31 Einwohnern.

Für einen so kleinen Ort ist ziemlich viel los im Dorf, als die HNA am Dienstagnachmittag unangekündigt vorbeischaut. Auffallend: die vielen kleinen Kinder. Von den 31 Einwohnern sind sechs unter sieben Jahren, sagt Einwohner Markus Webelhuth.

Die HNA besucht das kleine Dorf für ihre neue Serie, in der Reporter die kleinsten Ortsteile der Kommunen des Frankenberger Lands vorstellen.

Markus Webelhuth ist mit den Söhnen Jonas (6) und Jonathan (3) gerade auf dem Weg zu seinen Eltern Karin und Wilhelm Webelhuth, denen das Fachwerkhaus mit den leuchtend roten Geranien in der Ortsmitte gehört. Gern gehen die Jungs auch zu den Enten am Teich.

Im Nachbarhof hört man das Rufen und Lachen von sechs Mädchen zwischen acht und elf Jahren. Sie führen gerade einen - etwas störrischen - Esel über den Hof von Eli Mathis. Die Mädchen sind Feriengäste aus Gießen und dürfen mit ihren Müttern auf dem Hof wohnen und sich um die Tiere kümmern, während die Besitzerin im Urlaub ist.

Zu versorgen sind sechs Esel - von denen einer krank ist und morgens und abends eine Tablette bekommt -, zwei Pferde, acht Gänse und fünf Schafe, „die immer wieder abhauen“, wie die elfjährige Lea sagt. Für die Stadtkinder ist das Landleben ein Vergnügen.

Ein paar Häuser weiter hängt Gabriele Gundlach Wäsche ab. Bis 2003 hat die gelernte Landwirtin den Bauernhof der Eltern betrieben. Nun stehen Ställe und Scheunen leer. „Vielleicht wollen meine beiden Töchter sie mal ausbauen“, sagt die 50-Jährige. Sie lebt mit ihrer Familie im schön renovierten Wohnhaus am Ortseingang. Ihr gefällt ihr Heimatdorf. „Schauen Sie sich doch nur mal die Aussicht an“, sagt sie und zeigt auf den Hohen Keller mit dem Turm oben drauf.

Häuserleerstand gibt es in Haddenberg nicht. An einem Fachwerkhaus lehnt ein Gerüst. Markus Webelhuth renoviert das Gebäude, in dem seine Tante wohnt. „Das ist mein Hobby.“ Andere Häuser sind auch von Auswärtigen, zum Beispiel einer Familie aus Essen, saniert worden, die sie als Wochenenddomizil nutzen.

Einziger Landwirt im Dorf ist Jochen Wickert. Er mästet im Nebenerwerb Schweine und betreibt Ackerbau.

Wie eine Landesstraße die Idylle trübt und welche Kritik die Einwohner an der Gemeinde Haina üben - das lesen Sie in der gedruckten Donnerstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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